21.02.2022 08:13 |

Schäden in Deutschland

Jetzt kommt Sturmtief „Antonia“ nach Österreich

Die Serie heftiger Stürme geht weiter: Nachdem in den vergangenen Tagen bereits durch die Orkantiefs „Ylenia“ und „Zeynep“ schwere Schäden entstanden sind, sorgte Sturmtief „Antonia“ in Deutschland erneut für zum Teil gefährliche Sturmböen. Zwei Menschen wurden im Bundesland Niedersachsen verletzt. Nun zieht „Antonia“ über Österreich hinweg, dabei frischt der Wind teils stürmisch auf.

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Zwei Autofahrer prallten im niedersächsischen Belm nacheinander mit ihren Wagen gegen einen durch „Antonia“ entwurzelten Baum. Beide Fahrer seien verletzt in umliegende Krankenhäuser gebracht worden, sagte ein Polizeisprecher am frühen Montagmorgen. Die Unfälle im Landkreis Osnabrück seien in der Nacht auf Montag zwar kurz hintereinander, jedoch unabhängig voneinander passiert. Einen Wohnhausbrand in Essen fachte der Sturm zusätzlich an. Im Hamburger Stadtteil Altona wurde am Montag erneut der Fischmarkt überschwemmt.

Stürmische Winde ziehen über Österreich
Für weite Teile Deutschlands galten Unwetterwarnungen vor Sturm- und Orkanböen. Bäume könnten entwurzelt werden, Dachziegel oder andere Gegenstände herabstürzen, so der Deutsche Wetterdienst. Aus Bayern kommend, bringt „Antonia“ nun auch stürmische Winde nach Österreich. 

Orkanartige Böen im Gebirge
An der Alpennordseite kommt es dabei laut Unwetterzentrale zu kräftigen Schauern und einzelnen Gewittern. In den Alpen regnet und schneit es vorübergehend kräftig. Erwartet werden Windspitzen von über 75 km/h, auf exponierten Bergen gibt es orkanartige Böen. In der Nacht auf Dienstag folgt ein weiteres Randtief, dieses bringt vor allem im westlichen Nordalpenbereich einige Zentimeter Neuschnee. Am Dienstag soll sich das Wetter dann allmählich beruhigen.

In den vergangenen Tagen waren wegen der Orkantiefs „Ylenia“ und zuletzt „Zeynep“ mindestens sechs Menschen bei Unfällen in Deutschland gestorben. Tödliche Unfälle gab es auch in anderen Ländern, etwa in Polen, den Niederlanden, Großbritannien und Belgien.

Stürme kosten Versicherer 1,4 Milliarden Euro
„Ylenia“ und „Zeynep“ dürften die Versicherer nach ersten Schätzungen mehr als 1,4 Milliarden Euro kosten. „Zeynep“ habe versicherte Schäden von über 900 Millionen Euro verursacht, teilte die auf Versicherungsmathematik spezialisierte Unternehmensberatung Meyerthole Siems Kohlruss (MSK) in Köln mit. Es sei der intensivste Sturm seit „Kyrill“ im Jahr 2007 gewesen. Die versicherten Schäden des Sturms „Ylenia“ schätzte das Unternehmen auf 500 Millionen Euro.

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