Klimaneutralität?

Neue Studie: So steht es um Wiens Luft

Eine Studie untersuchte die Verbesserung der Luftverschmutzung. Wien liegt nur im Mittelfeld. Was bedeutet das nun?

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Wien hat sich mit seinem Klima-Fahrplan viel vorgenommen. Die selbsternannte „Klimamusterstadt“ will bis 2040 CO2-neutral werden. Um dieses Ziel zu erreichen, benötigt es unter anderem das Ende der fossilen Brennstoffe. Weniger Abgase, weniger Fabriken, die die Luft verpesten. Wie die Verantwortlichen der Stadt das erreichen möchten, haben sie erst vor Kurzem präsentiert - mit wenig konkreten Details.

Vor lauter Smog keine Sonnenstrahlen?
Eine neue Studie hat die Luftverschmutzung in den europäischen Hauptstädten unter die Lupe genommen und wie jene sich seit 2019 verändert hat. Dabei ist klar: Zustände wie im indischen Neu-Delhi, in dem man an manchen Tagen vor lauter Smog die Sonnenstrahlen nicht sieht, gibt es bei uns zum Glück nicht. Verbesserungen bedarf es aber dennoch.

Es gibt Luft nach oben
Denn was die Verbesserung der Luftverschmutzung seit 2019 angeht, ist Wien auf keinem rühmlichen Platz - lediglich auf dem 14. von 24 untersuchten Hauptstädten. Jene Städte, die Top-Werte erzielt haben, sind Athen (Griechenland), das irische Dublin sowie Stockholm in Schweden. Dabei könnte man natürlich argumentieren, dass die Schadstoffe in der Athener Luft immer besonders hoch waren, eine Verbesserung daher nicht wirklich ins Gewicht fällt. Aber: Kopenhagen zählt nicht zu den Sündern und konnte sich dennoch einen Top-5-Platz ergattern, mit einer Verbesserung von 12,2 Prozent (siehe Grafik). Wiens Verbesserung beträgt nur vier Prozent.

„Halten EU-Grenzwerte ein“
Muss man sich also um die Luftqualität sorgen? Nein. „Seit 2019 halten wir an allen Messstellen die EU-Grenzwerte ein“, heißt es vom Büro von Umweltstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ). Feinstaub wurde 2021 dennoch an zwölf Stationen gemessen. Wenn diese auch unter dem Grenzwert waren, gibt es noch viel Arbeit bis zur Klimaneutralität 2040.

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