24.01.2022 23:30 |

Hoffen auf Normalität

Omikron: „Glaubhafte“ Aussicht auf Pandemie-Ende

Experten und die Weltgesundheitsorganisation sehen eine „glaubhafte Hoffnung auf Normalisierung“ nach der Omikron-Welle. Fix prognostizieren lässt sich ein endgültiges Pandemie-Aus aber noch nicht.

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Wenn nicht mit dem Virus, so könnte es dann aber doch mit der Pandemie zu Ende sein: Experten wie Datenanalyst Tomas Pueyo und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schließen ein Ende der Pandemie nach der Omikron-Welle nicht aus.

Omikron „schafft eine glaubhafte Hoffnung auf Stabilisierung und Normalisierung“, so WHO-Europa-Chef Hans Kluge, „es ist plausibel, dass die Region sich auf eine Endphase der Pandemie zubewegt.“ Wenn Omikron durchgerauscht ist, wird es für einige Zeit eine „globale Immunität“ geben - entweder durch Impfung oder Infektion.

Doch könnten weiter Varianten entstehen: Anzunehmen, dass Omikron die letzte und wir schon in der Endphase seien, „wäre gefährlich,“ so WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Kluge: Nach „einer Zeit der Ruhe“ im Sommer könnte Covid-19 gegen Jahresende zurückkommen, nur eben die Pandemie „nicht unbedingt“.

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Nach einer Zeit der Ruhe im Sommer könnte Covid-19 gegen Jahresende zurückkommen, nur eben die Pandemie nicht unbedingt.

WHO-Europa-Chef Hans Kluge

Virologin Ulrike Protzer von der TU München sieht laut Ö1 eine „limitierte Veränderungsfähigkeit“ des Virus. Und dadurch, dass „wir mit einer Dreifachimpfung ziemlich breit, ziemlich stark Immunität aufbauen, wird uns das auch vor weiteren Varianten schützen“. Es gehe also darum, bis Herbst die Grundimmunität der Bevölkerung noch zu erhöhen.

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Dadurch, dass wir mit einer Dreifachimpfung ziemlich breit, ziemlich stark Immunität aufbauen, wird uns das auch vor weiteren Varianten schützen.

Virologin Ulrike Protzer

Virologe Andreas Bergthaler geht davon aus, dass sich das Virus weiterentwickeln und es noch zu Mutationen kommen wird. Die Bedingung für ein Ende der Pandemie ist für ihn nicht, dass es keine Mutationen mehr gibt, sondern ob wir gut damit umgehen können, welche Krankheitsverläufe sie verursachen usw.

„Wir brauchen mehr Unaufgeregtheit“
Bergthaler: „Wir brauchen generell mehr Unaufgeregtheit. Neue Mutationen wären nicht überraschend, wir müssen nur vorbereitet sein. Und das tun wir jetzt ja z. B. im Zuge von GECKO.“ Er appelliert wie WHO-Chef Tedros dafür, Corona als globales Problem zu sehen - und zu lösen.

Pharmakonzerne arbeiten an angepassten Vakzinen. Virologin Dorothee von Laer von der MedUni Innsbruck geht aber nicht davon aus, dass man sich künftig alle paar Monate impfen lassen muss: Vielmehr dürfte es werden wie bei der Grippe: „regelmäßige, an die aktuelle Variante angepasste Auffrischungen jeden Herbst“.

Silvia Schober
Silvia Schober
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