04.01.2005 17:03 |

Erziehungs-Fehler

Vielen Eltern "rutscht schon mal die Hand aus"

Man braucht schon starke Nerven, wenn man Kinder hat, die einen den lieben langen Tag auf Trab halten. Noch mehr, wenn sie frech oder hyperaktiv sind oder man an manchen Tagen schlichtweg überfordert ist. Trotzdem darf Gewalt nie eine Lösung sein! Umso überraschender, dass fast einem Viertel der Eltern schon einmal „die Hand ausrutscht“.
Wie eine aktuelle Umfrage der Frauenzeitschrift"Lisa" in Zusammenarbeit mit dem Emnid-Institut ergab, räumten91 Prozent aller Eltern Fehler bei der Erziehung der eigenen Kinderim Vorschulalter ein. Fast einem Viertel der Erziehungsberechtigtenist bei Kindern bis zu sechs Jahren "schon mal die Hand ausgerutscht".Mütter geben dies mit 35 Prozent öfter zu als Väter(14 Prozent). Ansonsten bereut die Mehrheit der Befragten, dasssie ihr Kind angeschrieen haben (59 Prozent), es weinen ließen(58 Prozent) oder ungeduldig wurden (54 Prozent).
 
Selbstkritisch bekannte ein gutes Drittel der Eltern(36 Prozent), zu wenig Zeit mit ihrem Nachwuchs zu verbringen.Je etwa ein Drittel meinte, den Sprössling zu sehr verwöhntoder ihn nicht gesund ernährt zu haben. Mehr als zwei Drittelaller Eltern (68 Prozent) fühlten sich aber insgesamt derErziehungsaufgabe gewachsen.
 
Hier holten Eltern Rat
Wenn es mal richtig schwierig wird, holen sich diemeisten Rat aus Büchern (59 Prozent) oder bei der eigenenMutter (56 Prozent). Fast die Hälfte befragt den Kinderarzt(49 Prozent) oder andere Mütter (48 Prozent). Erziehungssendungenim TV helfen einem Drittel weiter (33 Prozent). Zum Psychologen(11 Prozent) oder zu einer Erziehungsberatungsstelle (6 Prozent)gehen nur die wenigsten.
 
Die Umfrage wurde unter 496 repräsentativ ausgewähltenFrauen und Männern im Alter zwischen 20 und 49 Jahren durchgeführt.
Freitag, 18. Juni 2021
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