15.01.2022 06:00 |

Auch günstig gut

Warnung per Handy: Smarte Rauchmelder im Härtetest

Rauchmelder retten Leben - und sind deshalb Pflicht in allen österreichischen Neubauten. Die Auswahl ist entsprechend riesig, zahlreiche Ausführungen lassen sich inzwischen auch untereinander vernetzen. Dabei versprechen die über WLAN angebundenen Modelle noch mehr Sicherheit und Komfort. Die Fachzeitschrift „c’t“ hat für ihre aktuelle Ausgabe sechs smarte Fabrikate unter realen Bedingungen mit Brandexperten getestet. Die gute Nachricht: Es muss nicht immer das teuerste Modell sein.

Die grundlegende Funktion smarter Rauchmelder ist dieselbe wie bei ihren analogen Pendants: Sie schlagen akustisch an, sobald sich Rauch in der Luft befindet. Die intelligenten Modelle haben jedoch noch weitere Funktionen. „Mit dem WLAN vernetzte Rauchmelder können per App auf Gefahrensituationen aufmerksam machen - ein entscheidender Vorteil, wenn sich gerade niemand in Hörweite befindet“, erläutert „c’t“-Redakteur Sven Hansen.

„Auch die Einbindung in die bestehende Smart-Home-Anlage ist möglich. Im Alarmfall können dadurch beispielsweise optische Warnsignale über die Beleuchtung vermittelt, Fenster automatisch geschlossen oder die Lüftungsanlage heruntergefahren werden.“

Dafür müssen die Geräte jedoch erst einmal eingerichtet werden. Im Test mit Googles kombiniertem Rauch- und CO-Melder „Nest Protect“, dem „Smarten Rauchmelder“ von Netatmo, Pearls „Rauchmelder WLAN“ sowie drei Modellen des chinesischen Herstellers Tuya gestaltete sich dieser Prozess laut „c‘t“ bei allen Probanden „etwas holprig“.

Größte Unterschiede im Preis
Die sprichwörtliche Feuerprobe in der Brennkammer verlief dafür umso besser. Alle sechs Testkandidaten schlugen innerhalb von 30 Sekunden Alarm, fast zeitgleich gingen in fast allen Fällen die Benachrichtigungen auf dem Smartphone ein.

Größere Unterschiede zwischen den smarten Rauchmeldern finden sich eher im Preis: Zwischen 30 und 130 Euro kann man je nach Gerät investieren. „Die zusätzliche Warnung per Smartphone ist ungemein praktisch - was die Sicherheit angeht, erfüllen auch die günstigen Geräte ihren Job“, so Hansen.

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