Schienen statt Straße?

Experte: „Es gibt zu Asphalt Öko-Alternativen!“

Wohnen & Verkehr
17.12.2021 06:00

Stadtstraße und Lobau-Tunnel müssen nicht gebaut werden - es gibt Alternativen! Das behaupten Wissenschafter und Naturschützer. Sie untermauern das mit konkreten Vorschlägen.

„Die Siedlungen über der Donau wachsen massiv und brauchen eine bessere Verkehrsinfrastruktur. Zwei U-Bahn- und zwei Straßenbahnlinien reichen im größten Gemeindebezirk einfach nicht aus. Es braucht ein dichtes Straßenbahnnetz, ergänzt durch leistungsfähige (Express-)Buslinien und Schnellbahn-Verbindungen mit kurzen Intervallen“, bringt es Greenpeace-Expertin Jasmin Duregger auf den Punkt.

Bus- und Radwege als Teil der Lösung
Ihr Appell: Leistungsstarke Express-Buslinien können sehr schnell errichtet werden - nämlich bereits innerhalb eines Jahres! Diese würden effiziente Querverbindungen in den Flächenbezirken ermöglichen und die Anbindung an U-Bahn und Straßenbahn stark verbessern. „Auch Radwege müssen Teil des neuen Mobilitätskonzepts sein“, argumentiert Duregger. Durchdachte Unterstützung kommt von Professor Günter Emberger vom Institut für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik der Technischen Universität. Es sei unbestritten, dass Stadtentwicklungsprojekte eine Adaption der Verkehrsinfrastruktur bedingen, aber die Mobilitätsformen seien nicht in Asphalt gemeißelt.

Mehr Öffis auch für Pendler
Des Professors und der Aktivistin Alternativen: „Vor allem der S-Bahn-Ring um Wien muss endlich zweigleisig ausgebaut werden. Zudem bieten etwa der viergleisige Ausbau der Ostbahnbrücke, die Verlängerung der zu elektrifizierenden und zweigleisig zu führenden S80 bis nach Marchegg in Niederösterreich gute Alternativen.“

„Zeit, sich von alter Denkweise zu verabschieden“
Weiters im Ökokonzept: die Verlängerungen der S 8, der S 10 und der S 11 als attraktive Öffi-Optionen. Was nicht nur Duregger ärgert: „Viele Ideen für eine klimafitte Infrastruktur liegen schon lange auf dem Tisch. Teilweise wurden sie von der SPÖ selbst vorgeschlagen, aber nie umgesetzt. Angesichts der Klimakatastrophe ist es höchste Zeit, sich von alter Denkweise zu verabschieden.“ Dureggers Signal an Pendler: „Mit einem Fokus auf umweltfreundliche Mobilität lassen sich die bisher gebauten Straßen entlasten und für jene freimachen, die auf keine Alternative außer dem Auto zurückgreifen können.“

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