23.11.2021 10:19 |

Bruderzwist im Fokus

Royals in Rage über Doku: BBC-Boykott angedroht

Die Royal Family ist in Rage über eine geplante Dokumentation der BBC. Weil der Sender die brisante Doku „The Princes and the Press“ nicht vorab der britischen Königsfamilie zur Sichtung gegeben hatte, schlossen sich nun laut „Daily Mail“ die Queen, Prinz Charles und Prinz William zusammen, um sich beim TV-Sender nicht nur zu beschweren, sondern diesen unter Umständen sogar zu boykottieren. Der Grund: In der zweiteiligen Doku geht es um den Umgang der Prinzen William und Harry mit der Presse - insbesondere während des Höhepunkts ihrer Fehde.

In den letzten Jahren produzierte der britische TV-Sender BBC einige Dokumentationen über die britische Königsfamilie. Doch damit könnte in naher Zukunft Schluss sein. Der Sender hat sich mit der neuesten Doku „The Princes and the Press“ nun nämlich den Ärger der Royals zugezogen - und das schon vor der Ausstrahlung des Zweiteilers am 22. und 29. November.

„Es herrscht Aufregung darüber“
Der Grund: Trotz angeblicher Treffen mit Vertreten von Prinz William habe sich der Sender geweigert, die Dokumentation vorab der Royal Family zu zeigen. Auf diesen Affront habe die Königsfamilie mehr als verärgert reagiert und sogar mehr noch: Man habe angekündigt, die Zusammenarbeit bei künftigen Projekten zu verweigern, wenn die Mitglieder der königlichen Familie nicht das Recht erhielten, auf Aussagen in der Dokumentation zu reagieren, berichtete die „Daily Mail“ und bezieht sich dabei auf einen royalen Insider.

„Es herrscht Aufregung darüber. Die königlichen Haushalte sind sich einig, dass dies nicht fair ist. Keiner im Palast hat es gesehen“, wird der Palast-Insider zitiert.

Unterdessen gaben die drei königlichen Haushalte um Queen Elizabeth, Prinz Charles und Prinz William bereits eine gemeinsame Pressemitteilung zu dem Thema heraus. „Eine freie, verantwortungsvolle und offene Presse ist für eine gesunde Demokratie von entscheidender Bedeutung“, hieß es vor der Ausstrahlung der BBC-Doku. „Dennoch werden allzu oft überzogene und unbegründete Behauptungen von ungenannten Quellen als Fakten dargestellt, und es ist enttäuschend, wenn ihnen irgendjemand, einschließlich der BBC, Glaubwürdigkeit verleiht“, zeigte sich die Royal-Family enttäuscht. 

Spielten William und Harry Presse Gerüchte zu?
Und die Sorge der Royals scheint begründet, immerhin wird in der zweiteiligen Doku ein brisantes Thema unter die Lupe genommen. Journalist Amol Rajan beleuchtet darin nämlich die unterschiedlichen Beziehungen von Prinz Harry und Herzogin Meghan sowie Prinz William und seiner Kate mit der Presse. Ein besonderes Augenmerk soll dabei auf die Zeit gelegt sein, als der Bruderzwist seinen Höhepunkt erreicht habe.

Wie der Palast-Insider berichtete, enthalte die Dokumentation Behauptungen, die Prinzen hätten sich - über ihre Mitarbeiter - im Vorfeld des „Megxit“ gegenseitig über die Presse diffamiert. Doch was ist dran an dem Gerücht? Eine hochrangige Palast-Quelle habe den BBC-Zweiteiler bereits als „Geschwätz“ abgetan und auch royale Berater stritten bereits ab, dass sich Harry und William öffentlich gegenseitig in Verruf bringen wollten.

Sorge vor heiklen Szenen
Amol Rajan habe für die Doku in „über 80 Stunden Interviews, die über mehrere Monate hinweg geführt wurden“, Journalisten getroffen, die über ihre Geschichten rund um die Royal Family berichten. Unter ihnen sei unter anderem auch Omid Scobie, Autor von „Finding Freedom“, der als Befürworter der Sussexes gilt.

Dieser hatte zuletzt auch in einer weiteren Doku für Aufregung gesorgt: In der ITV-Dokumentation „Harry und William: What Went Wrong?“ behauptete Scobie, dass Prinz William der Presse Geschichten psychische Probleme seines Bruders untergeschoben habe. Eine Szene, die in letzter Minute aus der Dokumentation herausgeschnitten wurde.

Ex-Freundin von Harry wurde abgehört
In der Sendung entschuldigte sich ein Privatermittler zudem bei Harry dafür, das Telefon einer Ex-Freundin des Prinzen abgehört zu haben. Er habe Harry die Teenager-Jahre gestohlen, sagte Gavin Burrows.

Anfang der 2000er-Jahre habe in den Medien eine „rücksichtlose“ Kultur ohne jede Moral geherrscht. Mit Harry, der lebenslustiger erschien als sein älterer Bruder William, habe sich mehr Auflage machen lassen, sagte Burrows. Das habe zu drastischen Recherchemethoden geführt. Dabei geriet auch Harrys damalige Freundin Chelsy Davy ins Visier. Der Prinz hat den Verlag News Group Newspapers, der unter anderem die „Sun“ und früher das Skandalblatt „News of the World“ herausbrachte, verklagt.

BBC-Interview mit Diana sorgte für Eklat
Es ist nicht das erste Mal, dass die Royal Family mit der BBC im Clinch liegt. Erst in diesem Frühjahr wurde bekannt, dass das Skandal-Interview von Prinzessin Diana aus dem Jahr 1995 erschlichen wurde. Die BBC habe später das Fehlverhalten vertuscht.

„Der Welleneffekt einer Kultur der Ausbeutung und der unethischen Praktiken hat sie letztendlich das Leben gekostet“, sagte Harry in einer Mitteilung. Das Interview habe „wesentlichen Beitrag“ geleistet, dass sich die Beziehung seiner Eltern verschlechtert habe, erklärte William zudem in einer Videobotschaft. „Es ist meine Sicht, dass die betrügerische Weise, in der das Interview zustande kam, substanziell beeinflusst hat, was meine Mutter sagte.“

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