Mo, 25. Juni 2018

Grand Prix in Sepang

10.04.2011 11:48

Vettel auch in Malaysia nicht zu schlagen

Der amtierende Weltmeister Sebastian Vettel hat auch im zweiten Formel-1-WM-Lauf 2011 einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg gefeiert. Der 23-jährige Red-Bull-Pilot aus Deutschland gewann am Sonntag den Grand Prix von Malaysia in Sepang vor dem englischen McLaren-Piloten Jenson Button, der nun auch in der WM 24 Zähler hinter Vettel Zweiter ist. Der Deutsche Nick Heidfeld komplettierte als Dritter im Lotus-Renault unmittelbar vor Vettels australischem Teamkollegen Mark Webber das Podest.

"Fantastische Arbeit - wir haben in der Hitze kühlen Kopf bewahrt. Es ist das reine Vergnügen, mit euch zu arbeiten. Ich liebe es", frohlockte Vettel nach seinem zwölften GP-Triumph in seinem Funkspruch an die Red-Bull-Crew. Der Champion dominierte diesmal zwar nicht so klar wie vor zwei Wochen beim Saisonauftakt in Australien, geriet aber auch trotz des Ausfalls des Energierückgewinnungssystems KERS in seinem Boliden in Runde 29 nie in Gefahr, die Hitzeschlacht in Sepang zu verlieren.

"Der Start war entscheidend, da hat uns KERS geholfen. Danach war es aber kein einfaches Rennen, vor allem die Reifen waren ein Unsicherheitsfaktor. Das war eine Fahrt ins Blaue, weil keiner wusste, wie hart man attackieren darf, ohne dass die Reifen zu schnell abbauen", erklärte Vettel, der wie schon in Melbourne fehlerlos blieb. "Zwei Rennen, zwei Siege - besser geht's nicht. Aber die Saison ist noch lange, bis zum WM-Titel ist es noch ein weiter Weg. Wir müssen weiter hart arbeiten. Bereits morgen beginnt die Arbeit für den China-Grand-Prix am kommenden Sonntag."

Webber hatte wieder Pech mit KERS
Sein Teamkollege Webber hatte erneut Pech, weil in seinem Boliden KERS bereits beim Start versagte. Deshalb fiel der 34-jährige Routinier in der ersten Runde von Startplatz drei zwischenzeitlich bis auf Rang zehn zurück. Webber fuhr in der Folge aber beherzt und attackierte im Finish sogar Heidfeld, der erstmals seit seinem zweiten Platz im Abbruchrennen am 5. April 2009 in Malaysia wieder aufs Podium kam. Der Deutsche hatte den besten Start erwischt und war bis zum ersten Boxenstopp hinter Vettel sogar auf Rang zwei gelegen.

"Ich hätte nicht damit gerechnet, hier vom sechsten Startplatz aus aufs Podium zu fahren. Mein Start war sehr gut, danach hatte ich aber auch Glück", gestand Heidfeld, der bei Lotus-Renault den nach einem Rallye-Unfall schwer verletzten Polen Robert Kubica ersetzt, nach dem 13. Podestplatz seiner Karriere. Der 33-Jährige profitierte nämlich von einem Fehler von Ferrari-Star Fernando Alonso, der mit einem defekten Heckflügel zu kämpfen hatte und sich im Duell mit McLaren-Pilot Lewis Hamilton den Frontflügel ruinierte.

Petrow flog von der Strecke
Hamilton, in Australien noch Zweiter hinter Vettel, musste nach diesem rüden Manöver des Spaniers ebenfalls einen nicht geplanten Stopp einlegen und beendete das Rennen damit unmittelbar hinter Alonso nur auf Platz sieben. Für die spektakulärste Szene des Malaysia-GP sorgte aber Heidfelds russischer Teamkollege Witali Petrow: Der Dritte von Melbourne, der den Spitznamen die "Rakete aus Wyborg" trägt, flog im wahrsten Wortsinn in der 64. Runde nach einem Lenkungsbruch von der Strecke, kam aber mit dem Schrecken davon.

Fernando Alonso und Lewis Hamilton bekamen zwei Stunden nach dem Rennen jeweils 20-Sekunden-Strafen von den Stewards des Internationalen Automobil-Verbandes (FIA) aufgebrummt. Während Ferrari-Star Alonso, der wegen seiner Kollision mit Hamilton bestraft wurde, trotzdem Sechster im Endklassement blieb, verlor Hamilton wegen mehrfacher Änderung der Fahrtrichtung beim Verteidigen seiner Position einen Platz und fiel damit hinter den japanischen Sauber-Piloten Kamui Kobayashi auf Rang acht zurück.

Ergebnis des Grand Prix von Malaysia:

1. Sebastian Vettel (GER) Red Bull 1:37:39,832

2. Jenson Button (GBR) McLaren +3,261

3. Nick Heidfeld (GER) Lotus-Renault +25,075

4. Mark Webber (AUS) Red Bull +26,384

5. Felipe Massa (BRA) Ferrari +36,958

6. Fernando Alonso (ESP) Ferrari +57,248*

7. Kamui Kobayashi (JPN) Sauber +1:06,439           

8. Lewis Hamilton (GBR) McLaren +1:09,957*

9. Michael Schumacher (GER) Mercedes +1:24,896

10. Paul di Resta (GBR) Force India +1:31,563

11. Adrian Sutil (GER) Force India +1:41,379

12. Nico Rosberg (GER) Mercedes +1 Runde

13. Sebastien Buemi (SUI) Toro Rosso +1 Runde

14. Jaime Alguersuari (ESP) Toro Rosso +1 Runde

15. Heikki Kovalainen (FIN) Team Lotus +1 Runde

16. Timo Glock (GER) Marussia-Virgin +2 Runden

17. Witali Petrow (RUS) Lotus-Renault +4 Runden

* 20 Strafsekunden

Ausgeschieden: Rubens Barrichello (BRA) Williams, Jerome D'Ambrosio (BEL) Marussia-Virgin, Narain Karthikeyan (IND) Hispania, Vitantonio Liuzzi (ITA) Hispania, Pastor Maldonado (VEN) Williams, Sergio Perez (MEX) Sauber, Jarno Trulli (ITA) Team Lotus

Schnellste Runde: Mark Webber (AUS) Red Bull 1:40,571 Min. (Schnitt: 198,420 km/h)

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