09.11.2021 19:04 |

Corona-Impfung

Stadt Wien bietet viele Möglichkeiten für „Stich“

Die Stadt Wien nimmt die steigenden Corona-Infektionszahlen sehr ernst und will deshalb möglichst vielen Menschen in der Bundeshauptstadt, die bislang bei der Impfung zögerten, die schnelle und unkomplizierte Chance auf den Erststich bieten. Zugleich ist in Wien ab sofort auch eine Auffrischung für alle bereits Geimpften möglich. Um dies alles zu ermöglichen, werden unter anderem die Kapazitäten in den Impfstraßen der Bundeshauptstadt aufgestockt, wie die Stadt Wien wissen ließ.

Mehr als 22.000 Menschen ließen sich allein am vergangenen Wochenende impfen, wie das Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) mitteilte. Pro Tag waren rund 3000 Erststiche darunter.

Vor allem im Austria Center wird aufgestockt
Nun werden die Kapazitäten erweitert. Rund 26.000 Impfungen sollen künftig täglich möglich sein, das ist doppelt so viel wie aktuell. Erreicht werde dies vor allem durch eine Erhöhung beim Personal. Vor allem in der größten Impfstraße des Landes, im Austria Center, wird es mehr Ressourcen geben. Aufgestockt wird aber etwa auch in der Lugner City und bei der Impfstelle im Stephansdom.

Seit Juli bietet die Stadt Wien den Wienerinnen und Wiener eine breite Palette an Möglichkeiten - ohne vorherige Terminanmeldung - zu Ihrem Corona-„Stich“ zu kommen: von der Impfbox am Rathausplatz übers Impfen im bereits genannten Stephansdom, im Gemeindebau, im Supermarkt, im Einkaufszentrum, dem Impfboot, den Impfbussen bis hin zum Impfen im Zirkus.

Kontinuierlicher Zuwachs an Impfungen
Die flexiblen Impfangebote ohne Termin wurden dabei strategisch so platziert, dass vor allem die jungen Wiener Bezirke, die von der österreichischen Impfkampagne erst später angesprochen wurden, davon profitieren sollten. Der Erfolg spricht dabei für sich: Bereits von 30. Juni bis 30. September war die Zahl der erstgeimpften Personen in Wien im Schnitt um 13,1 Prozent gestiegen.

Mehrere Wiener Bezirke mit hohem Migrationsanteil - Favoriten, Simmering, Meidling, Brigittenau, Rudolfsheim-Fünfhaus, Margareten, Ottakring und auch Floridsdorf - haben im selben Zeitraum einen überdurchschnittlichen Zuwachs an erstgeimpften Personen verzeichnet.

Das ist umso erfreulicher, wenn man bedenkt, dass die Impfbereitschaft unter Zuwanderern, vor allem bei der jüngeren Generation, bis zuletzt sehr gering war. Die Gründe dafür sieht etwa der heimische Star-Rapper Raf Camora darin, „dass die Jungs in meinem Bezirk relativ schlechte Erfahrungen mit dem Staat gemacht haben, und so das Vertrauen vorbelastet ist. Und da die Impfkampagne auf sie wirkt wie eine staatliche Maßnahme, führt das eine dann eben zum anderen“, schilderte Raf Camora gegenüber der „Krone“ die niedrige Impfbereitschaft aus seinen Augen.

Wien ist Spitzenreiter bei landesweiten Impfungen
Trotz dieser Herausforderungen, die Menschen zum „Stich“ zu motivieren, konnte Wien aktuellen Zahlen zufolge sogar seinen Anteil an allen durchgeführten Impfungen in Österreich jeden Monat steigern. Im Monat Juli betrug Wiens Anteil an allen Impfungen Österreichs 23,0 Prozent. Im August betrug dieser 25,3 Prozent und im September sogar 28,5 Prozent. Zum Vergleich: In Wien leben 21,5 Prozent der österreichischen Gesamtbevölkerung.

Und weil nicht nur die Erststiche angesichts der aktuellen Entwicklungen im Kampf gegen das Coronavirus wichtig sind, ist in Wien seit Anfang November auch eine Auffrischung der Corona-Schutzimpfung für alle Geimpften bereits ab sechs Monaten nach dem Zweitstich möglich. Eine Anmeldung für die Impfzentren oder bei niedergelassenen Ärzten ist verpflichtend, Termine sind ab morgen, Dienstag, zu haben, wie Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) Anfang der Woche mitgeteilt hatte.

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