Messer-Mann gestoppt

„Niemand hat geholfen, alle sind weggelaufen“

Mit viel Mut und großem Herzen schritt der Flüchtling Mustafa A. auf offener Straße in Wien-Brigittenau ein, als ein Bewaffneter wahllos Menschen mit einem Messer attackierte. Jetzt traf die „Krone“ den Helden.

Mutiger Flüchtling schützte Passanten - diese „Krone“-Story vom Donnerstag sorgte auch in der arabischen Community der Bundeshauptstadt und weit über die Grenzen Österreichs hinaus für viel Gesprächsstoff und erfüllte viele Mitglieder mit Stolz.

Am Samstagvormittag traf die „Krone“ jenen Mann am Ort des Geschehens in der Othmargasse in Wien-Brigittenau, wo er mit Zivilcourage der Sonderklasse einen Mann bändigte, der mit einem Messer bewaffnet war und zuvor vier Passanten schwer verletzt hatte.

Mustafa Aldoree (36) reagierte mutig und half den fremden Menschen. (Bild: Tomschi Peter)
Mustafa Aldoree (36) reagierte mutig und half den fremden Menschen.

„Ich bin gerade vom Flohmarkt mit dem Auto weggefahren, da sah ich zwei verletzte und blutende Menschen auf der Straße, die nach Hilfe riefen“, schilderte der 36-jährige Mustafa Aldoree die schockierenden Szenen. Nachsatz: „Doch niemand hat geholfen. Alle sind weggelaufen. Da bin ich sofort stehen geblieben, hin und habe das übernommen. Ich habe den schweren Mann gepackt und festgehalten, ein Freund, der auch mit war, hat die Polizei angerufen.“

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Niemand hat geholfen, alle sind weggelaufen. Ich bin sofort stehen geblieben und habe den Mann, der ein Messer hatte, gepackt und festgehalten, bis die Polizei da war.

Mustafa Aldoree, der Retter in der Not

Polizei rasch am Tatort
Die uniformierten Beamten waren schnell da, übernahmen und legten dem 35-jährigen Messer-Mann Handschellen an. Der bescheidene Held, der als Berufsfahrer die Brötchen für seine dreiköpfige Familie in der Donaustadt verdient, bekam viele Danksagungen nach seiner Heldenaktion im Internet.

„Auch aus meiner alten Heimat, dem Irak, oder sogar aus Schweden, und meine Fußballfreunde von Austria XVII haben sich alle gefreut, dass ich so mutig war“, sagte der anerkannte Flüchtling. Für „Musti“, wie ihn seine Freunde vom Fußballverein nennen, aber keine große Sache, sondern „ganz normal, dass ich in so einer Situation Menschen helfe“.

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