25.10.2021 22:23 |

Dramatische Covid-Lage

Russin: „Bin nicht geimpft und bereue es“

Auf vielen russischen Intensivstationen ist die Lage mehr als angespannt. „Die Intensivbetten waren nie leer. Wenn jemand stirbt, warten schon mehrere andere auf den Platz“, schildert eine Krankenschwester (siehe Video oben). Nur ein Drittel aller Bürger Russlands ist komplett geimpft. „Ich bin nicht geimpft und bereue es. Eine Woche lang hing ich an der Beatmungsmaschine, sonst hätte ich mich nie erholt“, erzählt eine Intensivpatientin. Aktuell sterben in Russland täglich über 1000 an den Folgen des Coronavirus. 

Laut offizieller Statistik zählten die russischen Behörden am Montag mehr als 37.900 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden - so viele wie noch nie. Im selben Zeitraum starben demnach 1069 Menschen. Experten gehen jedoch davon aus, dass die tatsächlichen Zahlen noch deutlich höher liegen.

Erst 34 Prozent vollständig geimpft
Vollständig geimpft sind im größten Land der Erde erst knapp 34 Prozent der 146 Millionen Menschen.

Putin ordnet weitere Einschränkungen an
Angesichts immer neuer Corona-Höchststände ordnete Russlands Präsident Wladimir Putin weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens an. So müssen künftig Restaurants, Bars und Clubs nachts zwischen 23 und 6 Uhr schließen, wie aus einem Dokument auf der Kreml-Homepage hervorgeht. Vor dem Hintergrund einer weiterhin recht niedrigen Impfquote ordnete Putin zudem zwei freie Tage für Arbeitnehmer an, die sich eine Injektion verabreichen lassen.

„Arbeitsfreie Tage“ bis 7. November
Putin hatte unlängst vom 30. Oktober bis 7. November bezahlte „arbeitsfreie Tage“ ausgerufen, um das Infektionsgeschehen einzudämmen. Mit dieser Maßnahme soll der zuletzt dramatischen Entwicklung bei Corona-Neuinfektionen und Todesfällen entgegengewirkt werden. Viele Arbeitnehmer befürchten jedoch, dass sie in dieser Zeit - anders als von Putin in Aussicht gestellt - ihren Lohn nicht weitergezahlt bekommen.

Franz Hollauf
Franz Hollauf
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