12.10.2021 14:00 |

VR-Anwendung

Software ermöglicht virtuelle Reise durch Kosmos

Astrophysiker und Informatiker der ETH Lausanne in der Schweiz haben eine Software entwickelt, mit der sich das sichtbare Universum von zu Hause aus erkunden lassen soll. Die Wissenschaftler führten für die Virtual-Reality-Anwendung Unmengen von astrophysikalischen und kosmologischen Daten zusammen.

Die Anwendung namens Virup (für „Virtual Universe Project“) soll es Hobby-Astronomen ermöglichen, durch Raum und Zeit zu reisen: vom Sonnensystem bis zu den äußersten Grenzen des sichtbaren Universums, entlang der 4500 bisher entdeckten Exoplaneten, vorbei an fünfzig Millionen Galaxien und auf den Spuren der fadenförmigen Strukturen des kosmischen Netzes.

„Die Visualisierung von astrophysikalischen Daten ist viel zugänglicher als Grafiken und Zahlen. Sie hilft uns, ein Gespür für diese komplexen Phänomene zu entwickeln“, wird der Astrophysiker Yves Revaz zitiert.

Die Virtual-Reality-Umgebung, die er gemeinsam mit dem Informatiker Florian Cabot entwickelte, zeigt neunzig Bilder pro Sekunde, beruhend auf mehreren Terabytes an Daten aus acht Datenbanken, die Astronomen und Astrophysiker auf der Erde und im Weltraum sammelten.

Blick in die Zukunft
Virup blickt auch in die Zukunft: Anhand von Simulationen lässt sich etwa die zukünftige Kollision der Milchstraße mit der Andromedagalaxie beobachten. Derzeit arbeiten die Forscher daran, noch mehr Himmelskörper in die 3D-Anwendung zu integrieren, etwa Asteroiden, galaktische Nebel und Pulsare.

Für die Wanderung durch den Kosmos braucht es laut der ETH neben einem Virtual-Reality-Headset auch einen Computer, auf dem das Programm läuft, sowie genügend Speicherplatz für die astrophysikalischen und kosmologischen Daten.

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