Kein Treffer, aber …

Rapidler Kara glänzt bei erstem Startelf-Einsatz

Beim 2:0-Auswärtssieg in der WM-Qualifikation gegen die Färöer hat vor allem ein österreichischer Teamspieler in einer wenig aufregenden Partie für Highlights gesorgt. Ercan Kara überzeugte am Samstag in seinem ersten Länderspiel von Beginn an. Der Rapidler sicherte als Mittelstürmer immer wieder Bälle, bereitete das erste ÖFB-Tor durch Konrad Laimer mustergültig vor und wurde selbst oft gefährlich, so etwa bei einem sehenswerten Lattenschuss.

Ein Tor blieb dem 25-Jährigen zwar versagt, Kara zeigte sich aber davon überzeugt, dass sein erster Treffer im Nationalteam nur eine Frage der Zeit sein wird. Außerdem gehe es einzig und allein um das Wohl der Mannschaft. „Natürlich will man als Stürmer immer treffen, doch wichtig war, dass wir gewonnen haben“, erklärte der Angreifer nach seinem insgesamt fünften Ländermatch im ORF-Interview.

Vor zweieinhalb Jahren spielte Kara noch in der Ostliga, im Jänner 2020 kam er vom Zweitligisten SV Horn um kolportierte 200.000 Euro zu Rapid, wo er auf Anhieb einschlug. Erst in dieser Saison geriet der Aufstieg des mittlerweile auf einen Marktwert von 3,5 Millionen Euro taxierten Goalgetters etwas ins Stocken.

Dreierpack als Befreiungsschlag
Seit Ende August blieb er sieben Bewerbspartien en suite ohne Torerfolg, wirkte in dieser Phase müde und überspielt. Am vergangenen Sonntag gelang jedoch mit einem Dreierpack gegen die WSG Tirol der Befreiungsschlag. Seine körperlichen Probleme hat Kara nach eigenen Angaben überwunden. „Ich fühle mich gut. Es waren nicht wenige Spiele in dieser Saison, doch wenn man professionell ist und gut regeneriert, kann man immer frisch sein.“

Kara schien für die Oktober-Länderspiele ursprünglich auf der Abrufliste auf und wurde nur aufgrund des Ausfalls von Marko Arnautovic nachnominiert. Nach seinem Auftritt in Torshavn wird er wohl auch am Dienstag in Kopenhagen gegen Dänemark von Beginn an gesetzt sein, schließlich bewies er am Samstag auch Vorbereiter-Qualitäten.

Nutznießer war in diesem Fall Laimer, der das 1:0 in einer Umschaltsituation mit einem Pass auf Kara selbst eingeleitet hatte. „Das Tor war wichtig gegen einen tiefstehenden Gegner und von vorne bis hinten schön herausgespielt“, meinte der Leipzig-Profi und gestand: „Es war ein Pflichtsieg, das haben wir erledigt. Es war nicht spektakulär von uns, doch wir nehmen die drei Punkte mit.“ Nun warte am Dienstag in Kopenhagen ein „spannendes Spiel“, so Laimer.

Der EM-Semifinalist Dänemark hält in Gruppe F nach sieben Runden bei sieben Siegen und einem Torverhältnis von 26:0 - kein anderes europäisches Team hat in der laufenden WM-Qualifikation eine derartige Bilanz vorzuweisen. „Es wird komplett anders als gegen die Färöer. Wir müssen uns sehr gut vorbereiten und eine noch bessere Leistung abliefern“, forderte Kara. Florian Grillitsch ergänzte: „Die Dänen haben eine ganz andere Qualität. Wir müssen einen guten Tag erwischen, doch es ist alles möglich.“

krone Sport
krone Sport
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Mittwoch, 20. Oktober 2021
Wetter Symbol
(Bild: whow)