Nord-Süd-Gefälle

Corona-Durchimpfung: Burgenländer sind Champions

Österreich
29.07.2021 06:00

Analyse zu den Corona-Impfraten in Österreich: Zurzeit liegt das einwohnerschwächste Bundesland vorne. Generell ist der Osten besser unterwegs als der Westen. Und es gibt spezielle Problemzonen.

Kleinmürbisch im Bezirk Güssing zählt 230 Einwohner. Dennoch ist der kleine Ort aktuell ganz groß. Es ist die Gemeinde mit der höchsten Durchimpfungsrate des Landes mit stolzen 79,04 Prozent. Auf den Plätzen zwei bis zehn folgen ebenfalls Orte im Burgenland. Am untersten Ende der Tabelle rangieren die Tiroler Gemeinde Spiss (29,3 Prozent), die Kärntner Gemeinde Stall (30,3) und Auerbach in Oberösterreich (31,3).

Es sind brandaktuelle wie stichhaltige Beweise aus dem Gesundheitsministerium, aufbereitet und analysiert durch Agenda Austria, die „Krone“ hat diese Erkenntnisse vorab erhalten.

Osten impfwilliger als Westen
„Das Burgenland hat klar die Nase vorn“, sagen die Ökonomen Marcell Göttert und Nikolaus Jilch. Ein allgemeiner Blick auf das Gesamtbild ergibt (siehe Grafik unten): Der Osten ist besser unterwegs im Sinne von Impfwilligkeit als der Westen. „Und generell ist bundesländerübergreifend ein Nord-Süd-Gefälle zu beobachten“, konstatieren die Experten.

(Bild: BMSGPK/Statistik Austria/Agenda Austria, Krone KREATIV)
(Bild: BMSGPK/Statistik Austria/Agenda Austria, Krone KREATIV)

Ergebnisse werfen weitere Fragen auf
Wie interpretiert Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) die aktuellen Erkenntnisse? Zu den regionalen Besonderheiten und den Strategien will man sich nicht äußern - Ländersache. „Wir können nur darauf verweisen, dass wir durch niederschwellige Angebote die Menschen vermehrt zum Impfen bewegen wollen. Vor allem die Jungen.“ Einige Gebiete seien durchaus nachahmenswert.

Wohlhabende Wiener Bezirke besser durchgeimpft
Interessant sind die Erkenntnisse in Wien: Hietzing, Neubau und Josefstadt liegen vorne, am schwächsten schneiden Favoriten, Simmering und Brigittenau ab. „Grob gesehen sind die wohlhabenden Bezirke besser durchgeimpft, auch wenn Donaustadt und Floridsdorf ein etwas anderes Bild zeichnen“, sagt Wirtschaftsexperte Marcell Göttert. Die Gründe für die Differenzen werden in der Folge noch analysiert und sind wohl auch zu beachten beim Vorhaben der weitgehenden Durchimpfung. Um einen düsteren Herbst zu verhindern.

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