27.06.2021 17:00 |

WM-Führung ausgebaut

Verstappen krönt sich zum König von Spielberg

Einen souveränen Red-Bull-Heimsieg hat Max Verstappen am steirischen Formel-1-Sonntag in Spielberg herausgefahren. Der Niederländer gewann mit 35,7 Sekunden Vorsprung auf seinen WM-Rivalen Lewis Hamilton und festigte damit seine WM-Führung. Platz drei rettete Hamiltons Mercedes-Teamkollege Valtteri Bottas vor Sergio Perez im zweiten Red Bull. Für Verstappen und zugleich sein Team war es der dritte Sieg auf dem Red Bull Ring von Rennstall-Besitzer Dietrich Mateschitz.

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Verstappen, der nach dem achten von 23 Saisonläufen nun 18 Punkte vor Hamilton liegt, feierte nach 2018 und 2019 seinen dritten Österreich-Erfolg, den 14. insgesamt in der Motorsport-Königsklasse und den vierten in dieser Saison. Am nächsten Wochenende folgt mit dem Österreich-Grand-Prix noch ein weiteres Rennen in Spielberg, in dem die „Bullen“ den fünften Sieg in Folge ins Visier nehmen. Dabei werden an die 100.000 Besucher erwartet - es wird die größte Veranstaltung in Österreich seit Beginn der Coronavirus-Pandemie.

Hier der Endstand des Rennens:

„Ein weiterer Sieg zu Hause. Das fühlt sich wirklich gut an“, sagte der 23-jährige Verstappen. „Es schaut im Moment wirklich gut aus. Wir müssen so weitermachen, weiter Druck machen. Dann bin ich zuversichtlich, dass wir wieder einen guten Job machen werden“, blickte er schon voraus. In puncto Siege auf der Strecke in Spielberg schloss Verstappen zu Alain Prost auf. Offizieller Österreich-Rekordsieger ist aber weiterhin der Franzose alleine, da das Rennen am Sonntag als Großer Preis der Steiermark geführt wurde.

Hier der Zwischenstand in der Fahrer-WM:

Unmöglich mit Red Bull mitzuhalten
Hamilton gestand, dass Red Bull „einfach schneller“ war. Der Brite erlebte deshalb „ein bisschen ein einsames Rennen. Ich habe versucht, mit diesen Jungs mitzuhalten. Aber es war unmöglich, mit ihrem Speed mitzuhalten.“ Besonders auf den Geraden habe Mercedes seinem Gefühl nach viel Zeit verloren. „Wir brauchen irgendein Upgrade. Ich weiß nicht, ob es nur der Heckflügel ist, oder ein Motor-Upgrade. Aber wir müssen irgendwo Performance finden“, stellte der WM-Titelverteidiger fest.

Pole-Mann Verstappen kontrollierte von Start bis Ziel das Rennen. Der WM-Anwärter fuhr sich schnell über fünf Sekunden Vorsprung auf Hamilton heraus, ohne die Reifen zu sehr zu belasten. Spannender verlief dahinter das Duell um Platz drei zwischen Perez und Bottas. Der Finne schaffte es, sich mittels Undercut an dem Mexikaner vorbeizuschummeln, weil die sonst so starke Red-Bull-Mannschaft bei Perez‘ Boxenstopp patzte und über vier Sekunden zum Wechseln der Reifen brauchte.

Kurz nach ihren Teamkollegen steckten um die 30. Runde auch Hamilton und Verstappen Hard-Reifen an. Und auch damit lag Verstappen vier bis fünf Sekunden voraus. Bottas und Perez waren schon über 20 Sekunden hinter dem Spitzenduo. Dahinter kämpften McLaren-Hoffnung Lando Norris, Carlos Sainz im Ferrari, Lance Stroll im Aston Martin, Fernando Alonso im blauen Alpine-Boliden und Ferraris zweiter Mann Charles Leclerc um die Plätze.

Nach der Hälfte des Rennens ließen die Rundenzeiten von Hamilton nach, sein Rückstand vergrößerte sich kontinuierlich. Der 36-Jährige klage über Blasenbildung der Reifen und Vibrationen im Auto. Perez wechselte für den Endspurt noch einmal die Gummis und jagte mit der schnelleren Soft-Variante Bottas. An ihm vorbei schaffte er es aber nicht mehr. Die schnellste Runde und damit den Extrapunkt holte sich - ebenfalls mit einem frischen Reifensatz - ganz zum Schluss Hamilton.

Leclerc „Fahrer des Tages“
Norris beendete den Grand Prix auf dem fünften Platz vor dem Ferrari-Duo Sainz und Leclerc, der von den Fans zum „Fahrer des Tages“ gewählt wurde. Achter wurde Stroll vor Alonso und dem für AlphaTauri startenden Japaner Yuki Tsunoda.

Leclerc und Pierre Gasly waren in der Startphase zusammengestoßen, Leclerc zerstörte dabei den linken hinteren Reifen des AlphaTauri-Franzosen. Für Gasly war das Rennen früh beendet. Auch der Kanadier Nicholas Latifi fing sich einen Schaden ein und hatte danach keine Chance mehr. Für seinen Williams-Teamkollegen George Russell kam nach zwischenzeitlich aussichtsreicher Position unter den Top Ten später das Aus.

krone Sport
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