31.05.2021 09:31 |

Jahr der Trennungen

Juristin rät: Kühlen Kopf bewahren statt streiten

Kontaktbeschränkungen, wochenlange Isolation und Geldsorgen stellen auch viele Ehen vor eine Zerreißprobe. Die Zahl der Scheidungen wird sich heuer um ein Vielfaches erhöhen. Im Falle einer endgültigen Trennung heißt es aber laut der Wiener Anwältin Ulrike Nittmann vor allem einen kühlen Kopf bewahren.

Die Immobilienexpertin rät, wenn möglich, die Scheidung im Einvernehmen herzustellen und keinen Rosenkrieg, der verbrannte Erde hinterlässt und viel Geld kostet, zu führen. „Man sollte sich auch nach der Trennung noch in die Augen sehen können, gerade wenn es Kinder gibt, und das geschaffene Vermögen nicht vor Gericht verbrennen“, so die Juristin.

Doch wie kann eine Trennung im Guten gelingen? Zunächst sollte man tief durchatmen und ruhig bleiben: „Erster Schritt ist, offen und ehrlich gemeinsam eine Vermögensaufstellung zu errichten, Erwartungshaltungen für die Zukunft zu formulieren und auf dieser Basis das gemeinsam Geschaffene aufzuteilen.“

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Bei der Aufteilung von Immobilien gilt es Ruhe zu bewahren, um einen langwierigen und kostspieligen Prozess zu vermeiden. In schwierigen Fällen ist eine Mediation empfehlenswert.

Anwältin Ulrike Nittmann

Laut Nittmann komme es nicht auf jeden Cent an. Grundregel ist, das in der Ehe Erworbene fair zu teilen, weil es beiden zur Hälfte zusteht. „Es gibt etwa Sonderregelungen für die Ehewohnung. Es ist dringend angeraten, bei Immobilien anwaltlichen Rat im Vorfeld einzuholen, um bei der Aufteilung nicht böse Überraschungen zu erleben.“

Kronen Zeitung

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