28.05.2021 07:57 |

Fälle im Burgenland

Handy-Nachrichten lassen in die Kostenfalle tappen

„Paketzustellung fehlgeschlagen, hier App downloaden bitte!“ Diese und ähnliche SMS sorgen derzeit für großen Ärger. Weil eine Burgenländerin in die Falle getappt ist, wurden von ihrem Handy unbemerkt fast 5800 Mehrwert-SMS versandt. Dafür zahlte sie an ihren Mobilfunkanbieter knapp 300 Euro extra. Kein Einzelfall, denn wie berichtet, sind bundesweit mehrere Personen betroffen. Auch die Polizei warnt eindringlich vor der Betrugs-SMS. Konsumentenschützer geben zusätztlich wertvolle Präventions-Tipps.

Seit Pfingsten ufert diese Form des Betruges aus. Wie berichtet, sind bereits Millionen der kriminellen SMS an Handys in Österreich verschickt worden. Die Zahl der Opfer steigt rapide. Teuer zu stehen kam eine dieser derzeit häufigen Betrugs-SMS einer Frau aus dem Bezirk Neusiedl.

Burgenländerin verlor hunderte Euro
Sie hat auf die Nachricht „Ihr Paket wird zurückgesandt“ reagiert und den dazugehörigen Link gedrückt. Damit wurde unwissentlich schadhafte Software auf dem Handy installiert. Die bittere Folge: Fast 5800 Mehrwert-SMS, die Zusatzkosten von knapp 300 € verursachten, sind automatisch versandt worden. Abgesehen davon, erhielt die Betroffene an nur einem Tag 40 Anrufe von unbekannten Telefonnummern. Anzeige!

Ähnlich erging es einer anderen Burgenländerin. Das heimtückische Versenden kostenpflichtiger SMS kostete ihr mehr als 250 €. In diesen und weiteren Fällen ermittelt die Polizei.

Experten helfen den Betrugsopfern
Astrid Eisenkopf, Landeshauptmann-Stellvertreterin und zuständige Landesrätin für Konsumentenschutz, warnt vor dem SMS-Betrug: „Bei uns häufen sich die Anfragen. Zahlreiche Burgenländer sind leider betroffen.“

Wer Links in den Nachrichten anklickt, läuft Gefahr, über einen Trojaner Fremden Zugang zu persönlichen Passwörtern zu gewähren. Mit diesen Codes können im schlimmsten Fall Online-Überweisungen durchgeführt werden.

Zitat Icon

Wenn eine dieser betrügerischen SMS empfangen wird, sollte eine Anzeige erstattet werden.

Astrid Eisenkopf, Landeshauptmann-Stellvertreterin

Die betrügerischen SMS lassen sich aber zumeist leicht erkennen. „Ein Indiz sind etwa viele Rechtschreibfehler“, so Eisenkopf. Programme wie Spam-Filter erkennen die Texte dann nicht als potenziell gefährlich. Um Vertrauen zu erwecken, werden oft österreichische Telefonnummern verwendet.

Im Ernstfall sollte jede SMS bei den Behörden angezeigt werden. Die Konsumentenschutzexperten stehen zudem Betroffenen mit Rat und Information im Bedarfsfall zur Seite.  

Karl Grammer
Karl Grammer
Carina Lampeter
Carina Lampeter
Christian Schulter
Christian Schulter
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