04.04.2021 05:00 |

Pflege-Irrtümer

Die gängigsten Haarmythen im Faktencheck

Waschen, kämmen, stylen: Keine Spur von Lockdown-Müdigkeit, wenn es um die Haarpflege geht. Umfragen zeigen sogar, dass wir derzeit mehr Geld für entsprechende Produkte ausgeben als je zuvor.

Ganz gleich ob in der Antike, der Hippie-Ära, bei der Partnersuche oder im Home-Office: Die Art und Weise, wie wir das Haar tragen, bestimmt unser Selbstbild. Besonderes Augenmerk liegt auf Fülle und Dichte, dabei sind es genau diese Eigenschaften, die wir nicht beeinflussen können. Genauso wie die Farbe, wie lange und rasch die Haare nachwachsen, oder wie früh sie ausfallen ist dies in den Genen verankert. Gesundes, glänzendes Aussehen hingegen hängt viel von der Pflege ab. Nährstoffmangel und Hormonstörungen zeigen sich oft durch Haarausfall. Hautpilz oder Parasiten können kahle Stellen, Juckreiz und Entzündungen verursachen. Abklärung durch den Arzt ist sinnvoll.

Dass Wohlbefinden und ein positives Körpergefühl viel mit Haarpflege zu tun haben, zeigt sich in der aktuellen Verbraucherstatistik, die das Fachportal „kosmetik transparent“ jüngst veröffentlicht hat. In 81% aller Haushalte wurde 2020 zumindest einmal ein Produkt der Kategorie „Haare“ angeschafft. Lockdown und Ausgangsbeschränkungen taten der Verwendung keinen Abbruch: Die Konsumenten gaben jeder für Haarpflegemittel rund 47 Euro aus, mehr als je zuvor, nämlich drei Euro zusätuzlich pro Kopf. Dass sich darum jede Menge Mythen und Fehlmeinungen ranken, ist nur logisch. Wir haben die gängigsten einmal näher unter die Lupe genommen.

  • Stress macht Grau
    „Sie wachte am nächsten Morgen auf - und all ihre Haare waren grau geworden.“ Klingt wie ein Märchen, ist es auch. Die Farbveränderung kommt durch fehlendes, bzw. immer weniger werdendes Melanin (Hautfarbstoff, wird in der Haarwurzel gebildet) zustande. An sich ein natürlicher Alterungsprozess, kann aber auch genetisch oder krankheitsbedingt auftreten.
  • Gewöhnungseffekt
    Shampoo soll man öfter wechseln, weil sich das Haar daran gewöhnt? Da ist nichts dran - Sie können ruhig bei Ihrem Lieblingsprodukt bleiben. Allerdings macht es Sinn, ein Erzeugnis zu wählen, das auf die individuellen Bedürfnisse (fettiges, gefärbtes, trockenes, geschädigtes Haar) abgestimmt ist. Und die können sich im Laufe des Lebens ändern.

  • Schnitt gegen Glatze
    Schön wärs, aber es funktioniert nicht. Häufiges Schneiden führt weder zu mehr noch schnellerem noch dickerem Haarwachstum, diese sind nämlich erblich festgelegt. Genauso wie bestimmte Formen von Haarausfall. Je nach Auslöser gibt es passende Therapien. Allerdings kann man mit einem guten Schnitt optische mehr Fülle zaubern un dregelmäßiges Kürzen verhindert Spliss.

  • Trockene Kopfhaut
    Wird oft als Grund für Schuppen genannt. Tatsächlich ist aber meist ölige Haut mit erhöhter Talgproduktion, welche das Wachstum von Hefepilz begünstigt, der Auslöser. Lässt sich das Problem nicht mittels Spezialpflege beseitigen, muss auch an Kontaktallergien, Neurodermitis oder Psoriasis gedacht werden.

  • 100 Bürstenstriche
    Das kann auch zu viel sein! Und zwar bei angegriffenem Haar, das leicht bricht, oder wenn man billige Plastikbürsten verwendet. Denn diese rauen die äußere Struktur auf, machen matt und strohig. Das kann mit Naturborsten nicht passieren, diese müssen aber regelmäßig gereinigt werden. Entwirrbürsten lösen Verknotungen, ohne zu reißen.

Karin Podolak
Karin Podolak
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