09.03.2021 10:44 |

Krise um Meghan

Statement fertig - aber Queen gibt es nicht frei!

Sie reden von Rassismus, Selbstmordgedanken, Lügen und enormem Druck: Das Interview von Prinz Harry und Herzogin Meghan mit Oprah Winfrey hat hohe Wellen geschlagen - auch im britischen Königshaus. Doch offiziell geäußert hat sich der Buckingham-Palast nach den Vorwürfen, die die Sussexes am Sonntagabend live im TV gegen die Royal Family erhoben haben, noch nicht. Ein Statement gibt es zwar schon - doch das will Queen Elizabeth noch nicht freigeben.

Dass das Interview von Prinz Harry und Herzogin Meghan für Wirbel sorgen wird, das stand schon im Vorfeld fest. Dass die Vorwürfe, die die beiden im Gespräch mit Oprah Winfrey vorbrachten, so schwerwiegend sein würden, damit hat wohl selbst in der Royal Family keiner gerechnet. Nicht nur von Rassismus gegen den ungeborenen Archie, sondern auch von Lügen, Zerwürfnissen innerhalb der Familie, von Enttäuschung, mangelnder Unterstützung und von Tränen wegen Herzogin Kate war die Rede.

„Atomknopf gegen eigene Familie gedrückt“
Nach dem Interview sei der Palast „vor Entsetzen und Bestürzung“ wie gelähmt, schrieb die „Daily Mail“. Man sei „traurig und geschockt“ über die Anschuldigungen des Prinzen und seiner Gattin, wird ein Insider zitiert. Denn Harry habe in dem Interview einen „Atomknopf gegen die eigene Familie gedrückt“.

Die Queen, Prinz Charles und Prinz William befinden sich mehr als 24 Stunden nach der Ausstrahlung noch immer in Krisengesprächen, heißt es. Eine Entscheidung über das weitere Vorgehen sei noch nicht gefallen. 

Statement wartet auf Unterschrift der Queen
Wie „The Times“ zudem herausgefunden hat, liege dabei sogar schon ein Statement des Palasts auf dem Schreibtisch der Queen. Damit wolle die Royal Family ihre Liebe zu Harry und Meghan ausdrücken. Es fehle einzig die Unterschrift der 94-jährigen Monarchin - doch diese will das offizielle Dokument noch nicht zur Veröffentlichung freigeben. Der Grund: Sie brauche mehr Zeit, um über ihre Antwort nachzudenken.

Normalerweise äußert sich der Palast nicht zu Privatangelegenheiten. „Never complain, never explain“, also „Beschwere dich nie, erkläre dich nie“, lautete stets die Devise, mit der man verhindern wollte, dass Tratsch über Themen aus dem engsten Familienkreis zur großen Sache aufgebauscht wird. Doch die Vorwürfe von Prinz Harry und Herzogin Meghan wiegen wohl zu schwer, um sie einfach mit „Kein Kommentar“ abzutun.

Mit Spannung wird deshalb erwartet, wie der Palast und insbesondere die Queen nun reagieren wird. Wird es ein förmliches Statement im Namen des Palastes geben? Oder wird sich die Königin vielleicht sogar noch einmal persönlich zu Wort melden - wie sie es vor rund einem Jahr im Zuge des „Megxit“ getan hat?

Das letzte Mal, dass ein Interview die Grundfeste der Monarchie derart erschüttert hatte, war übrigens 1995. Damals packte Prinzessin Diana über das britische Königshaus aus. Die Reaktion der Queen: eisernes Schweigen - und Briefe an Charles und Diana, in denen sie die beiden zur Scheidung aufforderte. Ein Wunsch, dem der Thronfolger und Lady Di damals nachgaben.

Daniela Altenweisl
Daniela Altenweisl
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