21.02.2021 15:52 |

Coup beim WM-Debüt

Sensation zum Abschluss! Adrian Pertl holt Silber

Das große Finale brachte noch einmal eine Sensation! Adrian Pertl, noch nicht ganz 25-jähriger WM-Debütant aus Kärnten, holte am Sonntag im letzten Bewerb bei der Ski-WM in Cortina Silber im Slalom. Dass Pertl überhaupt an den Start gehen durfte, war lange nicht in Stein gemeißelt gewesen. Der Sieg ging an den Norweger Sebastian Foss-Solevaag, Bronze holte dessen Landsmann Henrik Kristoffersen. (Im Video oben sehen Sie ein Porträt von Adrian Pertl.)

„Unglaublich“, stammelte der schier überwältigte Pertl unmittelbar nach seiner Fahrt im Zielraum ins ORF-Mikrofon: „Ich hatte nicht damit gerechnet, dass das heute alles so aufgeht. Ich bin überglücklich.“ Er habe am Start mitbekommen, dass ich Sebastian Foss-Solevaag in Führung gegangen ist. „Das sind dann sehr lange zwei Minuten, die man warten muss. Da habe ich schon zum Nachdenken angefangen“, gestand Pertl.

Pertl: „Es ist gewaltig“ 
Er behielt die Nerven - auch wenn‘s zum ganz großen Coup nicht reichte. Der Halbzeitführende kam mit 21 Hundertstel-Sekunden Rückstand ins Ziel. „Ich habe oben gleich einen kleinen Fehler gemacht“, analysierte der Kärntner: „Es ist trotzdem unglaublich. Ich habe lange kämpfen müssen, dass ich heute überhaupt am Start stehen darf, und dann wird‘s gleich Silber - das ist gewaltig.“

Foss-Solevaag: „Ein Traum“
Ebenfalls von den Gefühlen regelrecht übermannt wurde der Weltmeister. „Es ist ein Traum für mich. Es war ein schwieriger zweiter Durchgang. Ich hatte gehört, dass Henrik einen starken zweiten Lauf hatte. Ich musste Gas geben“, jubelte Sebastian Foss-Solevaag: „Zwei Goldmedaillen hier - das ist unglaublich für mich. Es bedeutet sehr viel für unser Team. Wir hatten so viele Verletzungen in unserem Team, das ist für eine kleine Mannschaft schwierig.“

Schwarz und Feller out
Abgesehen von Pertls Silbermedaille lief es für Österreichs Slalom-Team mäßig. Marco Schwarz, nach dem ersten Lauf Achter, schied im Finale nach Zwischenbestzeit aus. Manuel Feller tat es ihm im zweiten Durchgang gleich, nachdem es schon im ersten Durchgang nicht nach Wunsch gelaufen war. Michael Matt wurde als zweitbester Österreicher mit 1,56 Sekunden Rückstand Neunter.

Pertl: „Silber wie Gold“
Gleich 14 der 15 für Spitzenplätze infrage kommenden Läufer lagen in der Entscheidung innerhalb einer Sekunde. Alle attackierten, gleich vier inklusive Schwarz schieden aus. Pertl hatte zuvor im Weltcup erst einen Podestplatz erreicht, vor einem Jahr war er in Chamonix Dritter geworden. Bei einer norwegischen Doppelführung Foss-Solevaag vor Kristoffersen ging der junge Kärntner ins 63-Tore-Rennen und behielt die Nerven. „Für mich ist Silber wie Gold“, jubelte der junge Mann aus Ebene-Reichenau.

Das Ergebnis:

Österreich beendet die WM mit fünfmal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze. Das bedeutet Platz eins im Medaillenspiegel.

Michael Fally
Michael Fally
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