18.02.2021 11:57 |

10 Prozent Marktanteil

Immer mehr Bio-Lebensmittel im Einkaufswagerl

Bio hat im Jahr 2020 nochmals kräftig zugelegt und erstmals zehn Prozent Marktanteil erreicht. 190 Euro hat ein Haushalt im vergangenen Jahr durchschnittlich für frische Bio-Lebensmittel (exkl. Brot und Gebäck) im Lebensmitteleinzelhandel ausgegeben. Das sind um 33 Euro mehr als 2019. Die eingekaufte Menge stieg um 17 Prozent, die Ausgaben erhöhten sich sogar um 23 Prozent.

Es gibt eigentlich keinen Haushalt in Österreich, der nicht mindestens einmal im Jahr ein Bio-Produkt kauft. Das zeigt die extrem hohe Käuferreichweite von 97 Prozent. Bio landet aber nicht nur ab und zu im Wagerl: Bei durchschnittlich 42 Einkäufen im Jahr 2020 wurde eine Menge von 50 Kilogramm Bio-Lebensmitteln gekauft.

Das bedeutet seit 2016 fast eine Verdoppelung der Menge. Wichtigste Einkaufsquelle für Bio-Waren ist der klassische Lebensmitteleinzelhandel, zwei Drittel der Produkte werden dort gekauft, ein Drittel im Diskont, so belegen aktuelle Zahlen.

Bio gewinnt als Kaufkriterium an Bedeutung
Der Bio-Anteil wächst seit Jahren kontinuierlich und erreichte 2020 mit 10 Prozent erstmals einen zweistelligen Wert. „Corona konnte das stetige Wachstum von Bio nicht stoppen. Im Gegenteil: Die Menschen sind jetzt noch sensibler für die Qualität von Lebensmitteln. Davon profitieren Bio-Produkte besonders“, erklärt Michael Blass, Geschäftsführer der AMA-Marketing.

Trend hält an und legt sogar noch zu
Den höchsten Bio-Anteil im österreichischen Lebensmittelhandel verbuchen die Sortimente Milch und Naturjoghurt. Eier, Erdäpfel und Frischgemüse liegen ebenfalls weit über dem Durchschnitt. Jedes zehnte Produkt in den Warengruppen Obst, Butter und Käse stammt aus biologischer Landwirtschaft. Bio-Fleisch und Bio-Geflügel haben im vergangenen Jahr zugelegt, wenn auch auf niedrigerem Niveau. Auch der Bio-Anteil bei Wurst und Schinken ist gestiegen. Drei von vier Personen möchten auch nach der Corona-Pandemie unverändert zu Bio greifen, 14 Prozent sogar noch mehr.

Klares Indiz für mehr Qualitätsbewusstsein
„Wir sahen diese Orientierung schon im ersten Lockdown des Jahres 2020. Damals waren wir skeptisch, ob die Aufgeschlossenheit für Bio und für Qualität generell Bestand haben würde. Nun bestätigen die Ergebnisse, dass die Krise die Menschen nachhaltig sensibel für die Güte von Lebensmitteln gemacht hat. Produzenten gibt das Zuversicht: Sie können künftig mehr denn je auf die Wertschätzung der Konsumenten zählen“, zieht Blass Bilanz.

Quelle: APA

Mara Tremschnig
Mara Tremschnig
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