27.12.2020 05:59 |

„Finanzieller Schaden“

„Cyberpunk 2077“: Investor klagt CD Projekt Red

Nach dem Ärger der Fans kommt auf den polnischen Spiele-Entwickler CD Projekt Red nun auch juristisches Ungemach zu: Weil „Cyberpunk 2077“ den zuvor geweckten Erwartungen nicht gerecht wurde, reichte ein Investor in Los Angeles jetzt Klage gegen das Spielestudio ein.

In der in Kalifornien eingebrachten Klage wirft Investor Andrew Trampe CD-Projekt-Red-Gründer und -Präsident Adam Michal Kincinski und zwei weiteren Managern der Spieleschmiede vor, falsche und irreführende Angaben gemacht zu haben. Das am 10. Dezember veröffentlichte Game sei technisch allerdings in einem derart schlechten Zustand, dass es zumindest auf PS4 und Xbox One praktisch unspielbar sei.

Entgegen der geweckten Erwartungshaltung sei Investoren dadurch ein „signifikanter“ Schaden entstanden. Die Aktie des Entwicklerstudios war in den Wochen nach der Veröffentlichung zeitweise um mehr als 35 Prozent abgesackt. Wie heise.de berichtet, ist die Klage als Sammelklage angelegt - weitere Aktionäre könnten sich ihr also anschließen.

„Cyberpunk 2077“ war nach mehreren Verschiebungen am 10. Dezember für PC, PS4 und Xbox One veröffentlicht worden. Auf den beiden Konsolen machte das Sci-Fi-Rollenspiel jedoch schnell wegen zahlreicher technischer Mängel von sich reden. CD Projekt Red entschuldigte sich bei den Fans und versprach diesen eine volle Rückerstattung der Kosten. Dessen ungeachtet nahm Sony den Titel kurz darauf aus seinem PlayStation Store - zumindest digital ist der Titel damit nicht mehr für die Sony-Konsole erhältlich.

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