06.10.2020 17:08 |

Mehr Lebensqualität

Moderne Therapien bei Morbus Parkinson

Dank moderner Konzepte ist es in jedem Stadium der Erkrankung möglich, typische Störungen der Motorik zu verbessern. Die Forschung zeigt auch vielversprechende Ansätze, um das Voranschreiten zu verringern, wie Experten auf einer Pressekonferenz der Österreichischen Parkinsongesellschaft (ÖPG) in Wien berichteten.

Die Zahl der Menschen, die an Parkinson leiden, hat sich weltweit in den vergangenen 30 Jahren nahezu verdreifacht. Die nach Alzheimer zweihäufigste neurodegenerative Erkrankun ist durch den fortschreitenden Verlust von Dopamin-produzierenden und anderen Nervenzellen im Gehirn sowie Teilen des Nervensystems gekennzeichnet. Dies führt zu einer charakteristischen Bewegungsstörung mit Zittern und Verlangsamung, sowie zu zahlreichen weiteren nicht-motorischen Symptomen. 

Im Zentrum der Therapie steht nach wie vor die medikamentöse Behandlung, um den Verlust des Neurotransmitters Dopamin auszugleichen bzw. zu stoppen. Die Verabreichung der Wirkstoffe erfolgt - individuell abgestimmt auf jede Krankheitsphase - in Tablettenform, mittels Injektions-Pen oder Infusionspumpe. „Für manche Betroffene kommt die tiefe Hirnstimulation als neurochirurgischer Eingriff infrage“, berichtete Prim. Priv.-Doz. Dr. Regina Katzenschlager, Vorstand der Neurologischen Abteilung der Klinik Donaustadt in Wien. 

Auch verbesserte Diagnosemöglichkeiten bringen das Ziel, die Krankheit sehr früh und zuverlässig zu erkennen, um durch präzise Therapie den Verlauf positiv zu beeinflussen, immer näher, wie Prim. Univ-Prof. Dr. Walter A. Pirker, Vizepräsident der ÖPG, betonte. „Im Augenblick gibt es zwei wesentliche Entwicklungen in der Parkinson-Diagnostik“, so der Wiener Neurologe „Einerseits wird es im Laufe der nächsten Jahre durch Weiterentwicklungen der MRT-Technik wahrscheinlich zunehmend möglich werden, den Dopaminnervenzellverlust im Mittelhirn direkt darzustellen. Andererseits versucht man, die der Parkinson-Krankheit zugrunde liegenden krankhaften Veränderungen, nämlich die Ablagerung eines kleinen Eiweißkörpers (alpha-Synuklein) in Nervenzellen frühzeitig nachzuweisen.“

Weitere Informationen finden Betroffene und Interessierte unter: www.parkinson-portal.at

Regina Modl, Kornen Zeitung

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