10.09.2020 10:06 |

Neue Höchstwerte

664 Corona-Neuinfektionen, davon 387 in Wien

Der besorgniserregende Trend der vergangenen Tage, die steigenden Corona-Zahlen betreffend, setzt sich auch am Donnerstag fort. Im 24-Stunden-Vergleich kamen laut Krisenstab des Innenministeriums 664 infizierte Personen hinzu. Die meisten neuen Fälle (387) wurden einmal mehr in der Bundeshauptstadt registriert. Laut „Krone“-Informationen zeigt man sich auch im Umfeld des Bundeskanzlers zunehmend besorgt über die steigenden Zahlen - insbesondere über die Entwicklung in Wien. Von der Ampelkommission erwarte man sich daher schärfere Maßnahmen und kein „Schönrechnen“ der Zahlen.

Laut Informationen des Krisenstabes findet sich ein Großteil der neuen Fälle in der Gruppe von Reiserückkehrern aus der Türkei bzw. in den dazugehörigen Familienclustern. Angesichts des Negativ-Trends soll die Ampelkommission am Donnerstag ab 15 Uhr zusammenkommen und über das weitere Vorgehen beraten. Der Wiener Gesundheitsstadtrat erklärte bereits, mit dem Bund strengere Maßnahmen absprechen zu wollen.

224 Todesfälle in Wien
Mit Stand Donnerstag, 8 Uhr, waren in Wien insgesamt 9946 positive Testungen bestätigt. Die Zahl der mit dem Virus in Zusammenhang stehenden Todesfälle beträgt in der Bundeshauptstadt 224. Ein Mann (77) ist jüngst verstorben. 7137 Personen sind genesen. Seit Mittwoch wurden weitere 5912 Corona-Tests ausgewertet. Davon lieferten rund 6,6 Prozent (387) ein positives Resultat.

In vier Wiener Bezirken werden bereits mehr als 100 Fälle pro 100.000 Einwohner gemeldet:

Die Neuinfektionen verteilen sich auf die übrigen Bundesländer laut Gesundheitsministerium wie folgt: Burgenland (13), Kärnten (5), Niederösterreich (94), Oberösterreich (50), Salzburg (9), Steiermark (31), Tirol (64) und Vorarlberg (11).

Wieder mehr als 200 Patienten in Spitälern
Österreichweit sind bisher 748 mit dem SARS-CoV-2-Virus infizierte Personen gestorben, 26.043 sind wieder genesen. Derzeit befinden sich 205 Patienten wegen einer Corona-Infektion in Spitälern, 39 Erkrankte davon auf Intensivstationen.

Experte: Müssen uns nicht ängstigen
Der renommierte heimische Mathematiker und Simulationsforscher Niki Popper ist jedenfalls überzeugt, dass die Zahl der Corona-Fälle weiter steigen wird. Ängstigen müssen wir uns aber deshalb nicht, sagte er im „Krone“-Interview.

Zahlen auch für Gesundheitsminister „zu hoch“
Obwohl für Rudolf Anschober (Grüne) die Zahlen derzeit „zu hoch“ seien - den dritten Tag in Folge mehr als 500 Neuinfektionen, der Großteil davon in Wien -, ging der Gesundheitsminister am Mittwoch weiterhin nicht davon aus, dass eine Region am nächsten Ampel-Tag auf Orange gestuft werden könnte.

Im Pressefoyer nach dem Ministerrat am Mittwoch wiederholte er, was er bereits im Interview mit der „Krone“ gesagt hatte - nämlich dass Wien und auch die anderen Gebiete „von Orange deutlich weg“ seien und er auch „keinen Hinweis auf ein Umspringen der Ampel“ sehe. Was er aber sehe: Dass es wohl „zusätzliche Maßnahmen im Präventionsbereich“ brauche.

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