20.08.2020 06:01 |

Vorsicht, Falle!

„Krone“ und Arnie als Köder für Bitcoin-Betrügerei

Nicht zum ersten Mal nutzen Bitcoin-Betrüger den guten Namen der „Krone“ und heimischer Promis, um unbedarfte Internetnutzer in die Falle zu locken: Diesmal wirbt angeblich Arnold Schwarzenegger für ein vermeintlich lukratives Bitcoin-Investment. Wenn Sie beim Surfen über die betrügerische Seite stolpern, sollten Sie keinesfalls darauf einsteigen.

Die Masche ist alt, das für die Betrugskampagne genutzte Gesicht neu: Auf dubiosen, in Werbe-Annoncen auf anderen Internetseiten angepriesenen Websites, die sich mit den Logos heimischer Medien einen seriösen Anstrich geben wollen, werden gefälschte Interviews mit heimischen Prominenten präsentiert, die von angeblich todsicheren Bitcoin-Geschäften berichten.

Mateschitz, Waltz und Wolf als Lockvögel
Vor Schwarzenegger kamen auch schon Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz, ORF-Moderator Armin Wolf und Hollywoodstar Christoph Waltz auf ähnliche Weise als Lockvögel wider Willen zum Einsatz. Der Schmäh ist dabei immer der gleiche: Da wird ausschweifend von angeblichen Medienberichten über die Bitcoin-Investments der Stars geschwärmt, da werden angeblich skandalöse Interviews gefälscht - und am Ende landet der Nutzer beim dubiosen Abzock-Anbieter „Bitcoin UP“.

Der fordert unter dem Slogan „Ändern Sie Ihr Leben noch heute!“ die persönlichen Daten der Betrugsopfer - neben einem offenbar ebenfalls gefälschten Nachrichtenvideo, in dem unter anderem Microsoft-Gründer Bill Gates und Virgin-Milliardär Richard Branson als Lockvögel für die Bitcoin-Betrügerei herhalten müssen. Mehr als 1000 Euro am Tag soll man so verdienen können, wird dort behauptet - auch hier wieder hinterlegt mit allerlei Logos bekannter Unternehmen wie dem IT-Security-Anbieter McAfee, den Kreditkartenfirmen VISA und Mastercard.

Werbeannoncen auf anderen Websites
Die Bitcoin-Betrüger scheinen derzeit vor allem über Werbeanzeigen auf anderen Websites heimische Internetnutzer in die Falle locken zu wollen. So wurde das falsche Schwarzenegger-Interview, auf das wir aufmerksam gemacht wurden, beispielsweise auf einer Website entdeckt, die beim Download von Streaming-Videos hilft. In der Vergangenheit gab es aber auch bereits Kampagnen mit Facebook-Werbung, die nach einem ähnlichen Muster liefen. Erst vor einigen Wochen gab es auch eine E-Mail-Kampagne, bei der für dubiose Bitcoin-Dienste geworben wurde.

Unser Tipp, um betrügerische Websites zu erkennen: Achten Sie nicht nur auf den Inhalt oder die Logos, sondern besonders auch auf das Drumherum. Stellen Sie sich folgende Fragen: Ist die Internetadresse tatsächlich jene des Mediums, dessen Logo hier im Einsatz ist? Hat die Seite - in Österreich zwingend - ein Impressum, das den Betreiber ausweist? Klingen die Ausführungen plausibel oder zu schön, um wahr zu sein? Auf welchem Weg ist man auf die Seite gelangt - wurde man vielleicht mit einer allzu unglaublichen Werbeannonce dorthin gelockt? Wenn bei einem oder mehreren dieser Punkte Zweifel entstehen, sollten Sie stutzig werden und keinesfalls persönliche Daten preisgeben.

Dominik Erlinger
Dominik Erlinger
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