11.07.2020 07:57 |

Neue Generation

In ihrer DNA sitzt das Weltmeister-Gen

Ihre Väter und Großväter prägten den Motorsport, sie holten Siege und sogar WM-Titel. Jetzt stehen die Söhne und Enkel der ehemaligen Stars in den Startlöchern ...

„Der Nachname alleine kann dich sicher weit bringen“, sagte Jack Doohan, der Sohn des fünffachen MotoGP-Weltmeisters Mick in Spielberg zur „Krone“. „Aber wenn du in unserem Geschäft nicht schnell bist, hilft dir auch der berühmte Name nichts.“

Die Nachwuchsserien Formel 2 und Formel 3 sind nur so gespickt mit prominenten Namen. Neben Doohan sind auch Pedro Piquet (der Sohn von Ex-Weltmeister Nelson Piquet), Giuliano Alesi (Spross von Jean Alesi), Mick Schumacher (Junior von Rekord-Champion Michael), David Schumacher (Sohn von Ralf) und Enzo Fittipaldi, Enkel von Weltmeister Emerson Fittipaldi, vertreten. Sie alle eint ein Ziel: Sie wollen in die Fußstapfen ihrer weltbekannten Vorfahren treten.

„Mein großes Ziel ist die Formel 1“, sagt Jack Doohan, der im Gegensatz zu seinem Vater, der auf zwei Rädern Weltspitze war, auf vier Rädern Gas gibt. „Ich habe mir mit fünf Jahren mit einer Motocross-Maschine den Fuß gebrochen, dann zu Weihnachten ein Gokart bekommen. Seither schlägt mein Herz für Autos.“

Von seinem Papa kann Doohan-Junior trotzdem viel abschauen: „Er kennt ja alle Hintergründe. Die Gespräche mit ihm und seine zahlreichen Tipps sind für mich und meinen Weg Gold wert.“ Dem kann Giuliano Alesi, Sohn von Ex-Ferrari-Ass Jean, nur zustimmen. „Als kleiner Junge war ich schon bei den Formel-1-Rennen meines Papas dabei“, so der Youngster des deutschen HWA-Teams. Druck verspürt der Alesi-Spross aber keinen. „Im Gegenteil - ich bin stolz, diesen Namen zu tragen. Die Erfolge meines Vaters Jean sind für mich eine Inspiration. Ich will einmal, so wie er, in der Formel 1 für Ferrari fahren.“

Alesi sagt auch: „Mein Papa hat mir immer gesagt, dass mir in meiner Karriere nichts geschenkt wird, ich auch mit diesem Nachnamen stets hart arbeiten muss.“ Dass auch viele seiner Kollegen berühmte Namen tragen, stört ihn nicht: „Ich habe die alte Generation ja nie selber fahren gesehen. Wir sind jedenfalls die neue Generation und wollen aufzeigen. Und mein Vater hilft mir dabei.“

Wie viele andere Eltern in der Motorsportszene. Jene von Formel-2-Pilot Sean Gelael etwa sind Schauspieler (Mutter) und Fast-Food-Unternehmer (Vater). Der Papa von Formel-3-Pilot Igor Fraga kündigte einst sogar seinen Job und lebte für einige Zeit in einem Mietwagen - alles nur, um die Karriere seines Sohnes zu unterstützen.

Was Doohan-Vater Mick zur Karriere seines Sohnes sagt, lesen Sie im „Formel 1 Red Bulletin“.

Christoph Kothgasser, Kronen Zeitung

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