Ismael enttäuscht

„Es gab den LASK vor Corona und den nach Corona.“

Während man in Hütteldorf den Vizemeistertitel feiert, muss man in Linz sogar um den Europacup bangen. Denn im Fernduell um die direkte Qualifikation spricht mittlerweile vieles für den WAC. Vor allem das Frühjahr der Linzer: Von neun Spielen verlor man fünf. Trainer Valerien Ismael bringt es auf den Punkt: "Es gab den LASK vor Corona und den LASK nach Corona.“

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Rapid geht in der Fußball-Bundesliga als Zweiter durch die Ziellinie. Der LASK wurde am Mittwochabend zum dritten Mal im vierten Saisonduell in die Knie gezwungen. Dem LASK hat in der Meistergruppe tatsächlich das Glück verlassen. Nach vielen Aluminiumtreffern zuvor kamen diesmal auch strittige Szenen dazu. Trainer Ismael verstand deshalb die Welt nicht mehr. Schiedsrichter Walter Altmann hatte etwa beim vermeintlichen 2:2 von Joao Klauss ein Foul gesehen. Auch lag ein Handelfmeter in der Luft. „Sehr enttäuscht, traurig oder wütend - mir gehen viele Gefühle durch den Kopf“, gab Ismael Einblick.

Die Oberösterreicher hatten mit ihrem Verzicht des Ganges vor das Schiedsgericht wegen des Vier-Punkte-Abzuges die Grundlage für ein sportliches „Endspiel“ um Rang zwei gelegt, dabei aber nicht reüssieren können. Das wird in Österreich viele Fans aufgrund der Missachtung der Corona-Regeln der Linzer freuen. Auch bei Kühbauer, der sich auf der Linie auch ein verbales Duell mit seinem Gegenüber Valerien Isamel lieferte, war Genugtuung im Spiel. „Wir haben Dinge gemacht, die erlaubt waren, von dem her ist es wunderbar“, sagte der 49-Jährige. „Wenn die Verantwortlichen des LASK die Fehler nicht gemacht hätten, wäre es vielleicht anders gekommen.“

Davon sind auch die Linzer überzeugt, die in der Meistergruppe mit nur drei Siegen in neun Spielen ordentlich schwächelten. Laut Vizepräsident Jürgen Werner wäre ohne die aufgeflogenen unerlaubten Mannschaftstrainings alles „sicher anders“ verlaufen. „Wir haben uns selbst ins Knie geschossen und auch irgendwie eine Retourkutsche bekommen“, weiß auch Ismael. Laut Werner sei es beim LASK aktuell ein bisschen wie „Murphy‘s law“. „Alles was schief gehen kann, geht schief“, ärgerte sich der Vizepräsident des Clubs. Man könnte es als ausgleichende Gerechtigkeit bezeichnen.

Keine unfaire Verlierer
Unfaire Verlierer waren die Linzer keinesfalls. „Es gab den LASK vor Corona und den LASK nach Corona. Da haben wir die Effektivität zum richtigen Zeitpunkt nicht vorgefunden, die 50:50-Entscheidungen sind nicht auf unsere Seite gekippt und wir haben viel zu wenige Punkte geholt“, erläuterte der LASK-Coach.

Zum Abschluss wartet noch das Heimspiel gegen Meister Salzburg am Sonntag. Da geht es im Fernkampf mit dem gegen Rapid antretenden WAC um Rang drei, der zum direkten Start in der Europa-League-Gruppenphase berechtigt. Die Kärntner hatten vor ihrem auf Donnerstag verschobenen Spiel der 31. Runde in Hartberg zwei Zähler Rückstand auf den LASK, insgesamt dürften sie die besseren Karten haben.

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