Einfach losgefeuert
Wieder ein Toter und elf Verletzte in Minneapolis
In der US-Stadt Minneapolis, in der der Afroamerikaner George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz am 25. Mai ums Leben gekommen war, sind in der Nacht auf Sonntag ein Mann durch Schüsse getötet und elf weitere Menschen verletzt worden. „Individuen, die zu Fuß unterwegs waren“, sollen die Schüsse abgegeben haben und seien anschließend geflüchtet. Die Polizei rief die Bevölkerung auf, den Tatort an einer Straßenkreuzung zu meiden.
Auf Fotos und in Videos sind Bilder vom blutverschmierten Tatort zu sehen, außerdem eingeschossene Geschäftsfassaden. In Live-Videos waren Schreie zu hören und Aufnahmen von verstörten Menschen zu sehen, die Schussopfer versorgen. Letztere wurden von Krankenwägen und in Privatfahrzeugen in umliegende Spitäler gebracht. Kinder würden sich nicht unter den Opfern befinden, hieß es.
Ab 4 Uhr morgens befand sich im Zusammenhang mit der Schießerei niemand mehr in Gewahrsam, hieß es in einer Pressemitteilung der Polizei. Darin hieß es auch, die Voruntersuchung habe ergeben, dass „Personen zu Fuß“ gegen 00.30 Uhr Schüsse abfeuerten und später vom Tatort flohen.
Tweets der Polizei von Minneapolis rieten der Öffentlichkeit, das Gebiet in Uptown Minneapolis - ein Geschäftsviertel, das mehrere Bars und Restaurants umfasst - zu meiden. Diese dürfen - nach sechs Wochen Corona-Lockdown - seit 1. Juni wieder eingeschränkt öffnen.
Kurz zuvor, am Samstag, war in Seattle ein 19-Jähriger in einer von Demonstranten eingerichteten „autonomen Zone“ erschossen worden, ein weiterer Mann kämpfe noch ums Überleben.
Minneapolis hatte erst kürzlich weltweit Schlagzeilen gemacht, als der Afroamerikaner George Floyd dort bei einem Polizeieinsatz ums Leben kam. Proteste gegen Rassismus und Ausschreitungen in den USA und vielen anderen Ländern der Welt waren die Folge.







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