16.06.2020 06:00 |

Keim aus Privatpraxis?

Weiteres Gutachten belastet Wiener Narkosearzt

Im Gutachter-Reigen der Causa Kinderwunschklinik Baden (NÖ) geben sich die Experten die Klinke in die Hand. Nachdem Obduktion und mikrobiologischer Bericht bereits einen Keim als Auslöser des Todesfalls einer Patientin bestätigt hatten, ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den behandelnden Wiener Anästhesisten. Selbstverständlich gilt die Unschuldsvermutung für den Narkosearzt. Der Mediziner mit privater Ordination in einem noblen Bezirk hatte laut „Krone“-Infos zusätzlich einen Kassenvertrag mit dem Wunschbaby Institut Baden.

Er galt als erfahren und äußerst zuverlässig auf seinem Gebiet. Worauf auch drei Frauen am 3. Juni vertrauten - und ihr ersehntes Familienglück in die Hände des Arztes legten. Es kam nach den Eizellentnahmen aber - wie berichtet - zu schweren Komplikationen, woraufhin eine Frau starb. Die anderen beiden Patientinnen liegen nach wie vor in Spitälern in Wien und Niederösterreich.

Narkosemittel mit Keim verunreinigt
Die Obduktion und das mikrobiologische Gutachten ergaben dasselbe Ergebnis: Auslöser waren zwei Flaschen Propofol. Das Narkosemittel - es wurde mutmaßlich aus der Praxis mitgebracht - war mit einem Keim verunreinigt, woraufhin die Frauen einen septischen Schock erlitten. Staatsanwalt Erich Habitzl beauftragte nun ein weiteres Gutachten. Es werde bereits gegen einen Arzt aus der Klinik ermittelt. Gegen Ende der Woche soll dann endlich Klarheit herrschen.

Stefan Steinkogler, Kronen Zeitung

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