2 Patientinnen im Koma

NÖ: Frau nach Eingriff in Kinderwunschklinik tot

Der Traum von einem Baby endete für drei Frauen mit einem Albtraum! Nach der Behandlung wegen des unerfüllten Kinderwunsches in einer Spezialklinik in Baden (Niederösterreich) fielen die Patientinnen ins Koma - eine starb.

Das Drama nahm vergangenen Mittwoch nach einer Behandlung in der bekannten Kinderwunschklinik unter Vollnarkose seinen Lauf. Unmittelbar nach dem Aufwachen gab es bei den 30- bis 40-jährigen Patientinnen schwere Komplikationen. Die Frauen wurden sofort auf Intensivstationen in drei Wiener Spitäler verlegt. Eines der Opfer verstarb mittlerweile im Krankenhaus, die beiden anderen ringen - unter anderem im AKH - mit dem Tod.

Ermittlungen wegen grob fahrlässiger Tötung
Jetzt ermitteln die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt und die Mordgruppe des LKA-NÖ wegen grob fahrlässiger Tötung und schwerer Körperverletzung. Derzeit noch gegen Unbekannt. Es besteht der Verdacht, dass bei der Verabreichung eines gewissen Medikaments ein schwerer Fehler passiert ist.

Vermutet wird, dass das Mittel selbst oder die Instrumente der Ärzte verunreinigt waren. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die genauen Umstände, die zum Tod der Frau geführt haben, sollen jetzt mithilfe einer gerichtsmedizinischen Obduktion geklärt werden. Die ersten Ergebnisse sollen bis Ende der nächsten Woche vorliegen. Stellt sich bei den Nachforschungen heraus, dass es menschliches Versagen war, drohen bei einer Anklage bzw. Verurteilung bis zu drei Jahre Haft.

Leiterin bedauert Vorfälle
Die Leiterin des Instituts, Dr. Nazira Pitsinis, bedauert die Vorfälle. „Wir unterstützen die Behörden nach bestem Wissen und mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln bei der Aufklärung. Selbstverständlich haben wir umgehend auch interne Untersuchungen eingeleitet, um der Ursache nachzugehen. Wir haben das gesamte Team einberufen und wollen jeden Schritt der Behandlungen im Detail nachvollziehen“, schrieb sie in einer ersten offiziellen Stellungahme. 

„Behandlungen korrekt durchgeführt“
Interne Untersuchungen würden ihr zufolge aber jetzt schon zeigen, dass seitens der Kinderwunschklinik die jeweiligen Behandlungen vollkommen korrekt durchgeführt wurden. „Es werden noch medizinische Begleitmaßnahmen, die von externen Experten durchgeführt wurden, untersucht und evaluiert. Wir sind im laufenden Austausch mit den Spitalsärzten und versuchen alles Menschenmögliche, um die Ursache herauszufinden,“ so Pitsinis.

Christoph Budin, Kronen Zeitung/krone.at

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