14.05.2020 06:00 |

„Krone“-Lerntipps

So wünschen wir uns unsere Schulen

Das Wissen, wie eine Schule aussehen müsste, die sich an den individuellen Bedürfnissen der Schüler orientiert und Lernfreude vermittelt, ist schon lange bekannt. Bildungsexperte Dr. Andreas Salcher ist überzeugt: Die guten Schulen basieren auf bestimmten Prinzipien.

„Ein exzellenter Direktor, der Menschen führen und begeistern kann. Dieser Direktor hat einen wesentlichen Einfluss auf die Auswahl seiner Lehrer und kann sich von den völlig ungeeigneten auch trennen. Der Unterricht geht über die klassischen Fächer wie Mathematik, Sprachen und Naturwissenschaften hinaus und umfasst Lernen in Projekten, Kunst, Sport und soziale Kompetenzen. Tieferes Verständnis, Kreativität und Teamfähigkeit sind wichtige Lernziele“, so Dr. Salcher.

Die Eltern werden von Anfang an in das Netzwerk der Schule eingebunden, sei das bei manchen auch noch so schwierig. Und das Wichtigste, betont der Experte: „Alle, der Direktor, die Schüler, die Lehrer und die Eltern, verstehen sich als Lernende. Lernende, die Fehler machen dürfen, ohne Sanktionen befürchten zu müssen; Lernende, die Widerstände in sich selbst und bei anderen zu überwinden lernen; Lernende, die nicht die Fehlschläge und gescheiterten Versuche, sondern die Erfolge und Fortschritte zählen. Wenn wir so genau wissen, wie gute Schulen funktionieren, warum schaffen wir diese dann nicht für alle Kinder?“

Die Antwort ist banal, ist er überzeugt: Es herrsche Angst vor dem Neuen, viele würden sich wider besseres Wissen am Alten festklammern.

Österreichische Alternativen zu Zoom, Microsoft Teams & Co.
Für Home-Office und Distance-Learning nützen wir häufig US-amerikanische Software. Dabei gäbe es auch im Bildungsbereich interessante österreichische Lösungen. Unternehmen, die in Österreich Steuern und Kammerbeiträge zahlen und Jobs schaffen. Wie Grape oder die Schulkommunikationsplattform SchoolFox.

Beides wurde bereits vor dem Lockdown - und währenddessen erst recht - gerne von Schulen oder zumindest von bemühten Lehrern für das Lernen einzelner Klassen genutzt. Videotelefonate für Gruppen ermöglicht das Grazer Start-up eyeson, das mit A1 - und mittlerweile auch SchoolFox - zusammenarbeitet. Auch die course-ticket GmbH, der Mathe-Trainer oder die digitale Lernplattform chabaDoo aus Oberösterreich mischen am heimischen Markt mit und punkten dabei auch mit Qualität.

Denn wichtig ist auch beim digitalen Lernen in Zeiten, wo angesichts hoher Nachfrage nach sinnvollen Angeboten „Goldgräberstimmung“ herrscht, Lehrer ebenso wie Eltern und Kinder vor „digitalem Schrott“ zu schützen.

Kronen Zeitung/krone.at

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Montag, 01. Juni 2020
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