So, 22. Juli 2018

Neuer Telefon-Nepp

12.08.2010 17:05

Zusatzpension als Lockmittel - Fokus auf Kontonummern

Jeden Monat ein paar Hundert Euro mehr auf der Bank – wer wünscht sich das nicht? Eben darauf setzen dubiose Geschäftemacher derzeit im Südburgenland. Unter dem Vorwand, eine "gewonnene Zusatzpension" überweisen zu wollen, versuchen die lästigen Keiler per Telefon, an die Kontonummern ihrer Opfer zu gelangen.

Der Nepp per Telefon hat viele Gesichter: Von teuren Aktien über Lottogemeinschaften bis zu wirkungslosen Gesundheitsartikeln reicht die Angebotspalette der unseriösen Anbieter. Besonders lukrativ für die üblen Keiler dürfte jedoch das Geschäft mit falschen Gewinnversprechen sein. In einer Gemeinde im Südburgenland wollte ein Anrufer mit ausländischem Akzent jetzt die Bürger mit einer "Zusatzpension" in Höhe von monatlich 1.000 Euro ködern. Zur Verfügung gestellt hätten das finanzielle Zuckerl angeblich die Firmen Merkur, Spar und REWE. Man müsse nur noch seine Kontonummer bekannt geben, um das Geld zu bekommen.

"Bei solchen Anrufen sofort auflegen", appellieren die Experten beim Konsumentenschutz des Landes. "Die bekannten Unternehmen haben damit nichts zu tun und werden in dem Gespräch nur erwähnt, um Vertrauen aufzubauen." Wer seine Daten weitergibt, muss damit rechnen, dass innerhalb kurzer Zeit ein höherer Betrag von seinem Konto abgebucht wird. "Ist das bereits passiert, sollten die Geschädigten rasch Kontakt mit ihrer Bank aufnehmen. Denn binnen einer Frist von 56 Tagen besteht die Möglichkeit einer Rückforderung des eingezogenen Geldes", erklärt Landesrätin Verena Dunst.

von Tina Blaukovics, Kronen Zeitung

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