30.04.2020 06:00 |

Viele offene Fragen

Heimische Lehrer mit Sorgen vor dem Schulstart

Am Montag kehren die ersten Schüler in die Schulen zurück. Die „Krone“ hat vor Schulstart mit Lehrern gesprochen, die offene Fragen und auch Sorgen haben. Sieben Wochen nach Schließung der Schulen geht es am Montag wieder mit dem Unterricht los. An diesem Tag kehren Maturanten und andere Abschlussklassen zurück. Zwei Wochen später, nämlich am 18. Mai, folgen die Volks- und Unterstufenschüler, weitere zwei Wochen später, am 3. Juni, der Rest.

Doch die noch bis zu den Sommerferien verbleibenden Schulwochen laufen komplett anders ab als gewohnt: Es gibt einen Schichtbetrieb mit Hygieneauflagen. Dies bereitet den Lehrern, mit denen die „Krone“ gesprochen hat, Sorgen, auch weil einiges in der Umsetzung noch unklar ist.

Die Klassen werden geteilt: Die eine Hälfte ist von Montag bis Mittwoch in der Schule, die andere am Donnerstag und Freitag. In der Woche darauf ist es umgekehrt.

„Mulmiges Gefühl“
Den Stufenplan hält Ilse Modritzky, Direktorin der Schmetterlingsschule Wien, für „eine gute Idee“, wenngleich „ein mulmiges Gefühl“ angesichts der Wiederöffnung bleibe. Den Schichtbetrieb in der angedachten Form hält sie für nicht praktikabel, weil so die Schüler teilweise sieben Tage am Stück keinen Unterricht in der Schule hätten. In ihrer Schule wird daher jeden zweiten Tag gewechselt.

Räumlichkeiten für Betreuung fehlen
Wie bisher wird an den jeweils anderen Tagen Betreuung für die Kinder angeboten. „Das ist deshalb nicht optimal, da die Lehrkräfte in der Zwischenzeit die andere Schicht unterrichten müssen und daher keine Betreuung möglich ist“, sagt ein Gymnasiallehrer aus Wien. Außerdem würden dafür auch Räumlichkeiten fehlen.

Maskenpflicht außerhalb der Klassenzimmer
In den Schulen herrschen außerhalb des Klassenzimmers Maskenpflicht sowie Hygieneauflagen wie Händewaschen oder -desinfektion. „Die Einhaltung dieser Auflagen wird die größte Herausforderung sein“, sagt eine Lehrerin aus Tulln. Der Gymnasiallehrer aus Wien weist außerdem darauf hin, dass Desinfektionsmittel nicht in Kinderhände gehören: „Nicht auszudenken, wenn eines der Kinder etwas davon trinken würde.“

Kronen Zeitung

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