03.04.2020 21:10 |

Aktuelle Corona-Daten

Über 11.500 Österreicher infiziert, 186 Todesfälle

Die strengen Maßnahmen im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie in Österreich könnten gelockert werden. Grund dafür ist, dass die Zahl der Neuinfektionen nicht mehr stark steigt. Um 20.30 Uhr waren 11.506 Menschen in Österreich nachweislich mit dem neuen Coronavirus infiziert. Die Steigerungsrate im Vergleich zum Vortag: „nur“ 3,8 Prozent. Die meisten Fälle gab es in Tirol mit 2627, gefolgt von Oberösterreich (1859) und Niederösterreich (1831). Österreichweit sind (Stand 20 Uhr) 186 infizierte Menschen gestorben.

Die übrigen Infektionsfälle je Bundesland (Stand: 20.30 Uhr): Wien (1677), Steiermark (1226), Salzburg (1049), Vorarlberg (714), Kärnten (307) und Burgenland (210). Im Schnitt waren 51 Prozent der Infizierten männlich, 49 Prozent weiblich. Im Spital behandelt werden (Stand: 9.30 Uhr) 1074 Patienten, 245 davon befinden sich auf der Intensivstation.

Steigende Zahl der Todesfälle
Insgesamt sind mittlerweile 186 Menschen in Österreich gestorben, die mit dem Coronavirus infiziert waren. Am Freitag meldete zuletzt die Steiermark gleich neun weitere Opfer. In Tirol kamen im Laufe des Freitags zwei Menschen ums Leben. Wien gab am Freitag den Tod von drei weiteren mit dem Coronavirus infizierten Patienten bekannt: Bei den Opfern handelt es sich um eine 83-jährige Frau und zwei Männer im Alter von 80 Jahren. Auch in Oberösterreich starb eine weitere Person - eine 94-jährige Frau aus Linz kam im Kepler Universitätsklinikum ums Leben. In Kärnten starb am Freitag ein 78-Jähriger aus Völkermarkt.

Niederösterreich vermeldete zuletzt Freitagfrüh ein weiteres Opfer: Ein 72-Jähriger war in den Morgenstunden im Krankenhaus in Hainburg verstorben. Er war positiv auf das Coronavirus getestet worden und litt laut Bernhard Jany von der Landeskliniken-Holding auch an einer Grunderkrankung. Das Land Vorarlberg korrigierte die Zahl der Todesfälle am Freitag hingegen nach unten: Laut aktuellem Stand sind vier Menschen in Vorarlberg im Zuge einer Coronavirus-Infektion verstorben.

Quarantäne im Ländle aufgehoben
Gute Nachrichten gab es u.a. aus Vorarlberg: Die Quarantäne für die Arlbergregion und Ortsteile von Nenzing (Bez. Bludenz) wurde am Freitag aufgehoben. Ab Samstag, 0 Uhr, dürfen alle Einheimischen ihre Orte wieder verlassen, informierte Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) am Freitag.

Häftlinge der Justizanstalt Eisenstadt nähen in der hauseigenen Schneiderei Schutzmasken, u.a. für ein Spital. Mit der Aktion soll ein Beitrag zur Bekämpfung des Coronavirus geleistet werden.

Handel lenkt ein
Im Handel gab es ein Einlenken: Am Freitagnachmittag gaben die großen Lebensmittelhandelsketten Rewe, Spar, Hofer, Lidl und Metro bekannt, dass sie ab Karsamstag (11. April) den Verkauf ihres Non-Food-Sortimentes einschränken.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) erklärte im Nationalrat, dass man sich mit den Experten am Sonntag die Zahlen ansehen werde. Würden diese es hergeben, werde man am Montag bekannt geben, wo eine Wiederaufnahme des Betriebs machbar ist. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) warnte aber zeitgleich vor zu viel Optimismus. Niemand dürfe glauben, jetzt schon wieder zum Fußballspielen oder ins Wirtshaus gehen zu können. Der Nationalrat beschloss zudem am Freitagabend das dritte Corona-Paket.

Pandemie wütet in Europa am stärksten
In Europa stieg die Zahl der Todesopfer aufgrund von Covid-19-Erkrankungen auf fast 41.000 an. Europa ist damit der am schwersten von der Pandemie betroffene Kontinent, über drei Viertel der Todesfälle wurden aus Italien (rund 15.000), Spanien (ca. 11.000) und Frankreich (ca. 5400) gemeldet. In den USA gab es bis Freitagmittag (Ortszeit) rund 250.000 bekannte Infektionen und mehr als 6000 Todesfälle. China gedachte mit einem landesweiten Trauertag am Samstag der Opfer der Corona-Pandemie.

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