25.03.2020 06:19 |

33 Tote zu beklagen

Corona-Ausbreitung: Über 5200 Infizierte im Land

Die Zahl der nachweislich mit dem neuen Coronavirus infizierten Fälle in Österreich hat am Dienstag die 5200er-Marke durchbrochen. Mit Stand 4.30 Uhr früh meldete das Gesundheitsministerium 5264 positiv Getestete. 33 infizierte Menschen sind bislang gestorben. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat die Österreicher auf ein Ausharren im Status quo der Corona-Krise eingestellt und eine deutliche Steigerung bei der Anzahl der Tests angekündigt - auch die Schulen könnten länger als geplant geschlossen bleiben.

Die Fallzahlen schnellen besonders in Tirol in die Höhe, Dienstagabend waren es bereits 1330. Die Causa um die Hotspots in Tiroler Skiorten beschäftigt mittlerweile auch die Justiz. Verbraucherschützer Peter Kolba brachte am Dienstag bei der Staatsanwaltschaft Innsbruck eine Sachverhaltsdarstellung ein. Die Anzeige richtet sich u.a. gegen den für Tourismus zuständigen Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP).

33 Todesopfer
Am Dienstag wurden sechs neue Todesfälle gemeldet, zwei in Tirol, zwei in der Steiermark und je einer in Niederösterreich und Kärnten. Österreichweit hat das Virus bisher 33 Tote gefordert, wobei in Wien die höchste Zahl zu beklagen ist.

Eltern ließen Test bei Kindern nicht zu
Im ganzen Land kommt es zudem weiterhin zu Strafanzeigen, weil Menschen sich nicht an die Maßnahmen zur Eindämmung halten. Bei Überprüfungen an der Volksschule Alberndorf (Bezirk Urfahr-Umgebung in Oberösterreich) ließen etwa zwei Eltern den Abstrich bei ihren Kindern nicht zu. Für ein derartiges Verhalten gebe es „keine Akzeptanz“, hieß es seitens des Landes. Man werde rechtliche Schritte einleiten.

Zahlreiche Sonderflüge
Die Rückholflüge von Österreichern, die sich in der Corona-Krise im Ausland befinden, sind in vollem Gange. Bis Mittwoch werden insgesamt über 5000 Menschen mit Sondermaschinen in ihre Heimat zurückgeholt worden sein.

138.000 mehr registrierte Arbeitslose
Seit dem Beginn der Ausgangsbeschränkungen aufgrund der Coronavirus-Pandemie gibt es vom 16. bis 23. März zusammengerechnet um 138.000 mehr registrierte Arbeitslose als noch am 15. März, sagte AMS-Vorstand Johannes Kopf am Dienstagnachmittag. Am Montag hatte der AMS-Chef ein Plus von 115.600 Arbeitslosen bekannt gegeben.

Appell an Europa: „Rüstet euch!“
Der Bürgermeister der von der Coronavirus-Krise schwer betroffenen lombardischen Stadt Bergamo in Italien, Giorgio Gori, hat alle EU-Länder aufgefordert, drastische Vorkehrungen gegen Neuinfektionen zu ergreifen. „Die weniger betroffenen Länder sollten diese Tage Vorsprung nutzen, um sich bestens zu rüsten", so Gori.

Mehr als 415.000 Fälle weltweit
Hotspots in Europa waren weiterhin Italien und Spanien. In Italien wurden am Dienstag 743 zusätzliche Todesopfer gemeldet. Weltweit wurden bisher insgesamt mehr als 415.000 bestätigte Fälle bekannt gegeben, 81.591 davon meldete China. Rund 107.800 Betroffene haben sich wieder erholt.

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