27.07.2010 14:28 |

Nicht ungefährlich

Segler und Surfer unterschätzen den Neusiedler See

Wenn der Wind bläst, werden am Neusiedler See die Segel gesetzt und zahlreiche Surfer wagen sich auf das Wasser. Die Gefahren werden laut Polizei oft verkannt: "Etwa 70 Prozent der Gäste unterschätzen den See und das sich schnell ändernde Wetter", so Chefinspektor Josef Gress vom Stadtpolizeikommando Eisenstadt. Aber auch erfahrene Segler und Surfer würden sich häufig auf gefährliche Situationen einlassen: "Die Warnungen werden wahrlich in den Wind geblasen", sagte Gress.

"Die jungen Kitesurfer suchen den Kick, pushen sich gegenseitig. Jeder will noch höher, noch schöner und noch wilder springen", so der Chefinspektor. Obwohl die meisten in der Gruppe unterwegs seien, komme es immer wieder zu Such- bzw. Rettungsaktionen auf dem See. Erst am vergangenen Wochenende mussten die Einsatzkräfte einen erschöpften Surfer aus dem Wasser holen und sicher an Land bringen (siehe Infobox).

Wetterwarnung muss beachtet werden
Auch Segler sind am Neusiedler See einer Gefahr ausgesetzt: "Der See kann in einem Moment noch ruhig aussehen und kurz danach schon bis zu zwei Meter hohe Wellen schlagen", sagte Gress. "Wichtig ist, dass die Leute nicht mehr rausfahren, wenn die Wetterwarnung eingeschaltet ist. Ist man auf See und ein Unwetter kommt, dann sucht man sich am besten Schutz im Schilfgürtel", rät der Beamte. Außerdem sei es wichtig, nicht alleine segeln zu gehen, ein Handy bei sich zu haben und sich am Boot festzuhalten, auch nachdem es der Wind vielleicht umgeweht habe.

Tipps hat der Chefinspektor auch für jene Badegäste, die den See aufgrund seiner geringen Tiefe durchqueren möchten: "Generell ist von einer Seedurchquerung abzuraten. Der Wasserstand auf der Strecke Podersdorf-Illmitz verleitet viele dazu. Wenn man wirklich eine Durchquerung starten will, dann sollte man unbedingt von einem Boot begleitet werden." Auch diesbezüglich hat es in der vergangenen Woche eine Suchaktion gegeben, als sich ein Salzburger stundenlang nicht gemeldet hatte (siehe Infobox).

Polizeiboote regelmäßig auf Streiffahrten
Im Einsatz ist die Polizei nicht nur bei Suchaktionen, sondern auch auf Streiffahrten. "Wenn ein Gewitter oder starker Wind aufkommt, sind wir mit unseren Booten unterwegs und fahren den See ab", sagte Gress. Unterstützung erhalte man von der Besatzung der Rundfahrtsboote. "Die halten natürlich auch Ausschau und informieren uns." Die Feuerwehren der Seegemeinden sind ebenfalls am Wasser stationiert. Sowohl Polizisten als auch Florianijünger mussten heuer aufgrund der Wetterkapriolen verglichen mit dem Jahresschnitt "etwas öfter" ausrücken als noch im vergangenen Sommer, fasste Gress die bisherige Saison zusammen.

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