03.03.2020 14:16 |

Cervix-Karzinom

Mit HPV-Impfung für Schulkinder Krebs ausrotten

Australien macht es vor: Tumoren des Gebärmutterhalses (Cervix) sind dort so gut wie ausgerottet! Denn seit 2007 gibt es ein flächendeckendes HPV-Impfprogramm. Österreich hinkt extrem hinterher, obwohl wir einst Vorreiter bei der Schulimpfung für Mädchen und Buben waren. Experten präsentierten nun ein 6-Punkte-Programm.

Humane Papilloma-Viren (HPV) sind weit verbreitet, vier von fünf Personen stecken sich damit an. Einige von den 150 Arten sind aber sehr aggressiv, wie Krebshilfepräsident Prof. Paul Sevelda bei einer Enquete in Wien betonte. Sie lösen Krebs von Gebärmutterhals, Penis, Anus, aber auch im HNO-Bereich (v.a. Rachen und Kehlkopf) aus. Weniger gefährliche Virustypen zeichnen für die Entwicklung von Feigwarzen verantwortlich - auch nicht wirklich angenehm . . .

Die AGO-Austria (Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie) und die Österreichische Krebshilfe stellten nun einen Forderungskatalog auf, um einen bessern Schutz in unserem Land zu erreichen.

6-Punkte-Programm

  1. Möglichst alle Kinder zwischen 9. und 12. Geburtstag sollen die Impfung kostenlos in der Schule erhalten
  2. „Opt-out“-Möglichkeit (schriftlicher Widerspruch) für Eltern, die nach Aufklärung trotzdem gegen eine solche Maßnahme für ihren Sprößling sind
  3. Mehr Verantwortung für Schulärzte
  4. Die Bundesregierung ist aufgerufen, der Bevölkerung mehr Information auch über Social Media zukommen zu lassen
  5. Rasche Ausrollung des elektronischen Impfpasses (derzeit Pilotprojekt für Wien, NÖ und Steiermark)
  6. Niederschwelliger Zugang zur Impfung, Gesundenuntersuchung für die Altersgruppe 6-18 Jahre 

Die Informationsbroschüre „HPV-Impfung gegen Krebs“ gibt es bei der Österreichischen Krebshilfe zum gratis downloaden.

Karin Podolak, Kronen Zeitung

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