20.11.2019 19:00 |

Tierärzte besorgt

Katzen und Hund sterben an „Mäusegift“

Um ihren entzückenden Familienhund „Rosi“ trauert eine Grazerin. Und auch steirische Tierärzte schlagen Alarm: Zu ihnen kamen in den letzten Wochen vermehrt Katzen mit heimtückischen Vergiftungserscheinungen. Der gemeinsame Nenner: im Handel frei erhältliches, heimtückisches Ratten- und Mäusegift.

„Ich verstehe gleich drei Komponenten gar nicht“, ist Petra Großschädl, um „Rosi“ trauerndes Frauerl, tief erschüttert. „Wie kann dermaßen tödliches Gift überhaupt frei im Handel erhältlich sein? Selbst wenn es ,nur’ gegen Mäuse wirken sollte: Wie bringt es jemand übers Herz, Nager so dermaßen grauenvoll verenden zu lassen? Und wieso wenden Menschen es überhaupt an, wo es doch auch für andere Tiere schädlich oder tödlich sein kann?“

Ihre geliebte Malteserdame war nach einem Horror-Leidensweg gestorben, nachdem sie ein paar Brocken an (frei im Handel erhältlichem) Gift explizit für Mäuse erwischt hatte.

Tierärzte schlagen Alarm
Und darüberhinaus schlägt die oststeirische Tierärztin Andrea Sedar Alarm: „Bei mir und Kollegen sind vermehrt Katzen in Behandlung, die mit Kopfzittern und Untertemperatur keine typischen Vergiftungserscheinungen aufzeigen - aber an ein relativ neu im Handel erhältliches Mäusegift bzw. daran verendete Mäuse geraten sind. So geht das ja wohl nicht!“

Wirklich nicht. Da gehört ja wohl ein Verbot angedacht. Und was, wenn Kinder etwas davon erwischen?

Christa Bluemel
Christa Bluemel
Eva Blümel
Eva Blümel
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