02.11.2019 06:54 |

„Krone“-Interview

Hirscher emotional: „Abend hat mich sehr bewegt“

Der sechsfache Sportler des Jahres Österreichs im Interview: Marcel Hirscher spricht über seine Freundschaft mit Felix Neureuther, seine großen Emotionen und über die zahlreichen Comeback-Spekulationen.

„Krone“: Marcel, die diesjährige Galanacht scheint dir besonders nahegegangen zu sein?
Marcel Hirscher: Ja, definitiv. Aus zwei Gründen. Einerseits, weil einem bewusst wird, welche Leistungen man geschafft hat. Und andererseits, weil ich wieder merkte, welch spezielle Freundschaft mich mit Felix Neureuther verbindet. Seine Rede war einfach großartig. Es war toll, dass er sich die Mühe machte, dafür extra nach Wien zu fliegen. Dieser Abend war sehr emotional für mich, hat mich sehr bewegt.

Hier im Video sehen Sie ein krone.tv-Interview mit Felix Neureuther:

Du wurdest zum mittlerweile schon sechsten Mal Österreichs Sportler des Jahres, was bedeutet dir dieser Rekord für Männer?
Jedes einzelne Mal ist es eine ganz spezielle Wertschätzung. Es ist die größte Ehrung, die dir in Österreich als Sportler zuteil werden kann. Ich nehme sie aber stellvertretend für all die tollen Sportler entgegen, die unser kleines Land immer wieder hervorbringt. Das ist doch verrückt.

Wie beurteilst du die Leistungen deiner „Konkurrenten“ wie Dominic Thiem?
Jeder, der es in die Top 5 geschafft hat, hätte die Trophäe genauso verdient. Ich habe das Glück, als Skifahrer in Österreich einen gewissen Startvorteil zu haben. Da ist es ein wenig einfacher. Die Wahl spiegelt in gewissem Maße auch die Begeisterung in unserem Land für den Skisport wider. Und eines ist klar: Dominic Thiem wird uns noch sehr viele Jahre sehr viel Freude bereiten. Ich hab jetzt mehr Zeit, mir seine Spiele im Fernsehen anzuschauen. Und es ist wirklich beeindruckend, was er leistet.

Apropos Fernsehen. Wie war es, das Rennen in Sölden von daheim zu verfolgen?
Es ist mir wirklich gut beim Zuschauen gegangen. Keine Wehmut, es hat richtig Spaß gemacht. Und es war richtig spannend. Nur kommt leider im Fernsehen bei Weitem nicht rüber, wie steil die Pisten wie in Sölden sind. Da sehe ich Verbesserungspotenzial, da ist noch mehr drinnen. Es sollte ausschauen, wie es sich anfühlt.

Was sagst du zum Engagement deines Papas Ferdinand, der sich ja um die Talente, die möglichen nächsten Superstars Österreichs, kümmert?
Ich finde es ungewohnt, wenn der Papa zu den Rennen fährt und ich daheim bleiben kann (lacht). Ich bin mir sicher: Die Glücklichen, die er betreuen wird, werden extrem profitieren.

Und ein Engagement von dir beim Skiverband, wie ist da der Stand der Dinge?
Davon weiß ich nichts.

Es wird ja bereits jetzt heftig über ein mögliches Comeback von dir spekuliert?
Da hat mir der Hermann Maier mit seinen Aussagen ganz schön was eingebrockt (lacht). Das ist aktuell absolut unvorstellbar.

Alex Hofstetter, Kronen Zeitung

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