22.09.2019 10:28 |

Kommentar des Tages

Fehlende Fachkräfte: „Lehre wurde diskreditiert“

Wie eine der Statistik Austria veröffentlichten Prognose zeigt, wird die Einwohnerzahl in Österreich bis 2050 auf 9,6 Millionen ansteigen. Gleichzeitig sinkt allerdings der Anteil der Personen im erwerbsfähigen Alter von 61,5 auf 53,9 Prozent. Dies hat zur Folge, dass die Arbeitsplätze der Generation 45 bis 54 nicht nachbesetzt werden können.

Wirtschaftsforscher Christian Helmenstein hat berechnet, dass jeder neunte Arbeitsplatz in Österreich nicht nachbesetzt werden kann. Dabei gibt es auch ein qualitatives Problem: In Österreich gibt es laut AMS derzeit um die 80.000 Stellen, welche nicht nachbesetzt werden können, obwohl wir mehr als 300.00 Arbeitslose haben.

Leser Caldera kritisiert bei diesem Thema, dass Schülern häufig eingeredet werde, sie müssen eine höhere Schule besuchen - alles was mit Lehre zutun hat werde „diskreditiert“. Mit einem abgeschlossenen handwerklichen Beruf könne man sich heutzutage seinen Arbeitsplatz aussuchen und auch im Ausland Fuß fassen.

Hier der Kommentar im Wortlaut:

“Wer von uns Älteren kann sich nicht mehr an die Zeit erinnern, wo alles was mit Lehre zutun hatte diskreditiert wurde, so in den Worten „mach das ja nicht“. Es wurden fast alle in höhere Schulen geschickt, ob diese nun tatsächlich auch abgeschlossen wurden oder nicht war nicht relevant.

Heute haben einige mit einem abgeschlossenen handwerklichen Beruf, etwas Geschick und Praxis die Möglichkeit sich ihren Arbeitsplatz aussuchen zu können und auch im Ausland Fuß zu fassen. Einige Länder strecken ihre Fühler nach gewissen Berufsgruppen aus.“

Hier geht es zum letzten „Kommentar des Tages“

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