12.09.2019 07:02 |

Neue Zeugenaussagen

Mord an Schwangerer: Jagd auf „Adidas-Phantom“

Noch immer gibt die schreckliche Gewalttat von Feffernitz in Kärnten Rätsel auf. Eine schwangere Frau, dreifache Mutter, wurde erschlagen, ihr heimlicher Liebhaber sitzt in U-Haft. Doch der Tatverdächtige bestreitet alles. Eine Zeugin bringt einen weiteren Mann ins Spiel.

Schon vor der Mordnacht hatte eine Nachbarin beobachtet, wie ein Mann in einer Adidas-Jacke vom Balkon des späteren Opfers gesprungen war - nach einem heftigen Streit. „Mein Mandant war zu diesen Zeitpunkt aber nachweislich in Kroatien auf Urlaub“, sagt Verteidiger Hans Gradischnig. Er scheide damit als „Adidas-Phantom“ aus. Wieder könne seine Ehefrau ihm dafür ein Alibi geben, wie schon für einen Teil der Mordnacht.

„Rufdatenauswertung vertiefen“
Wie berichtet, hatte die Gattin des untreuen Verdächtigen bestätigt, dass dieser kurz nach zwei Uhr früh bei ihr gewesen war. Erste Handyauswertungen ergeben aber ein anderes Bild: Da war das Mobiltelefon des Tatverdächtigen rund um den wahrscheinlichen Tatzeitpunkt zunächst bei Paternion eingeloggt, danach in Velden. Gradischnig will das näher untersucht wissen: „Mein Mandant schwört, dass er seine ehemalige Geliebte nicht getötet hat. Wir wissen von anderen Fällen, dass die Größe von Funkzellen 20 Kilometer beträgt, manchmal bis zu 34 Kilometer. Daher muss die Rufdatenauswertung unbedingt vertieft werden.“

Unklar ist noch immer, ob der Mann in U-Haft der Vater des ungeborenen Babys der Ermordeten ist. Staatsanwältin Tina Frimmel-Hesse: „Die DNA-Gutachten liegen noch nicht vor. Wir warten selbst.“

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Kerstin Wassermann
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