26.07.2019 11:00 |

Unser tägliches Brot

Wo die Kuchler „Semmei“ herkommen

Rudolf Holztrattner bäckt seit 1987 in Kuchl und ist für seine Semmerl im Tennengau berühmt. Die Rezeptur hat der Bäcker aus Leidenschaft eigens ertüftelt. Die „Krone“ hat ihn in seiner Backstube besucht und stellt ihn in der Serie „Unser tägliches Brot“ vor.

Sie riecht leicht nach Germ, fast ein bisserl malzig. Gerne mit hauchdünner Kruste, gesunder Bräune und einem flaumigen, feinen Inneren – so präsentiert sich die Kuchler Legende von Bäckermeister Rudolf Holztrattner: Seine Kaisersemmel, die schon so manchen Fußball-Fan zu „Semmei, Semmei!“-Schmährufen inspirierte...

Eine Spezialität, bei der sich Holztrattner nicht nur auf Weizenmehl aus der Gollinger Lerchenmühle verlässt, sondern auch auf Gehaltvolles: „Wir geben neben Malz und Salz auch Butter und Milch in die Semmelpaste und lassen die Teiglinge vor dem Backen bei drei Grad rund 24 Stunden in der Reifekammer rasten“, erklärt der Meister, der täglich 8000 Stück bäckt, der „Krone“.

Die Semmerln sind nicht das Einzige, wofür sich die Kunden in den alten Gemäuern seines Geschäftes im Kuchler Markt anstellen, wo schon im Jahr 1491 gebacken wurde.

Seit 2012 ist die Backstube des 55-Jährigen auf dem Brennhoflehen auch biozertifiziert: „Ich hab damals die Bäckerei eines Freundes in Golling übernommen und damit auch die Philosophie“, so Holztrattner, der jährlich 400 Tonnen Mehl verbraucht – 30 Prozent gehen aufs „Bio-Konto“.

Der Erfolg gibt ihm Recht: Mittlerweile verkauft Holztrattner sein Gebäck nicht nur in seinen Geschäften in Kuchl, Golling Oberalm und Tenneck, sondern auch am Bio-Bauernmarkt im Europark und in diversen Sparmärkten.

Die Zukunft der „Semmei“ ist gesichert: Sohn Rudolf (28) ist täglich mit zwei Bäckermeistern und acht Gesellen am Werk.

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