02.07.2019 14:20 |

Einsatz in Afghanistan

US-Soldaten bekommen 16-Gramm-Spionagedrohnen

Die US-Armee schickt eine Hightech-Einheit mit winzigen Spionagedrohnen nach Afghanistan. Ein Bataillon Fallschirmjäger soll als erste Infanterieeinheit testweise mit der Spionagedrohne Black Hornet ausgestattet werden, um feindliche Stellungen auszukundschaften. Die Mini-Drohne ist gerade einmal 16 Gramm schwer.

US-Spezialeinheiten experimentieren schon länger mit der vom norwegischen FLIR-Konzern entwickelten Minidrohne Black Hornet, nun wird erstmals eine reguläre Infanterieeinheit mit dem Gerät ausgerüstet, berichtet das US-Rüstungsmagazin „Stars and Stripes“.

Die Soldaten mit der Minidrohne, die gerade einmal so schwer ist wie zwei Sturmgewehr-Patronen, sollen im Juli in Afghanistan ankommen. „Diese Technologie wird ein Lebensretter für uns, weil sie uns aus dem Schussfeld nimmt und unsere Fähigkeiten in jeglicher Kampfmission verbessert“, sagt Sergeant Ryan Subers.

US-Armee kaufte Drohnen um 40 Millionen Dollar
In Zukunft dürften aber weitere hinzukommen: Nach einem ersten 2,6-Millionen-Dollar-Deal im vergangenen Jahr, bei dem die US-Armee eine kleinere Menge der Drohnen angeschafft hat, wurden Anfang des Jahres weitere 9000 Stück um 40 Millionen Dollar für reguläre Truppen angefordert.

Die Soldaten erhalten dabei Kits aus jeweils zwei Drohnen: Eine für den Einsatz am Tag mit regulärer Videokamera, eine zweite mit Wärmebildkamera für nächtliche Einsätze. Eine Drohne wiegt dabei gerade einmal 16 Gramm, das Kit rund 33 Gramm.

25 Minuten Flugdauer, 1,6 Kilometer Reichweite
Die ursprünglich vom FLIR-Zukauf Prox Dynamics entwickelten Drohnen haben einen Rotordurchmesser von zwölf Zentimetern und können bis zu 25 Minuten in der Luft bleiben. Sie verfügen über GPS zur Standortbestimmung und können entweder automatisch Koordinaten abfliegen oder ferngesteuert werden. Die Reichweite liegt bei 1,6 Kilometern, die Kosten betragen 5000 US-Dollar (rund 4300 Euro) pro Drohne.

Ursprünglich wurden die aus der Hand startenden Drohnen für Such- und Rettungseinsätze konzipiert. Es zeigte sich jedoch, dass sie mit ihrer Wärmebildkamera auch ein taugliches Aufklärungswerkzeug für Soldaten abgeben - etwa, um in Krisengebieten zu überprüfen, ob hinter der nächsten Ecke Feinde lauern.

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