Ligue-1-Paukenschlag

Beendet Katar das Milliarden-Engagement bei PSG?

Alles vor dem Aus? Übertreibungen? Nur Gerüchte? „Scheich-Klub“ Paris St.-Germain steht derzeit im Zentrum brisanter Spekulationen, die - sollte sich auch nur ein Teil davon bewahrheiten - eine massive Umwälzung im europäischen Fußball nach sich ziehen könnten. Denn offenbar macht man sich in der französischen Hauptstadt gerade Sorgen um die in den vergangenen Jahren von Gönner Katar üppig ausbezahlten Sponsor-Milliarden…

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Wie die für gewöhnlich gut informierte Zeitung „Le Parisien“ berichtet, werde von den Geldgebern aus dem Nahen Osten „ein mittelfristiger Ausstieg oder eine erhebliche Reduzierung des finanziellen Engagements nicht mehr ausgeschlossen“. Wieso die Katarer auf einmal solche Gedanken wälzen sollten, erklärt man sich so, dass Verbitterung über ausbleibende internationale Erfolge und darüber hinaus die fehlende Anerkennung des katarischen Engagements in Frankreich selbst die Ursache seien.

Seit der Übernahme des lange Zeit nicht sonderlich im Rampenlicht stehenden Pariser Klubs im Jahr 2011 hat Katar über die „Qatar Sports Investments“-Gruppe mehr als 1,5 Milliarden Euro in PSG hineingepumpt. Ziel war es dabei, in die europäische Spitzenklasse hineinzustoßen - sechs nationale Meistertitel, vier Cup-Siege und sechs Supercup-Triumphe zeugen denn auch von nationaler Dominanz, doch international war im gleichen Zeitraum vier Mal im Viertelfinale der Champions League Endstation. Frustrierend für die Geldgeber aus Katar, auch vor dem Hintergrund der jüngeren Entwicklung mit zuletzt drei Achtelfinal-Outs in Folge.

Auch mit der Anerkennung vonseiten der französischen Öffentlichkeit, der Politik und anderer Ligue-1-Verantwortlicher hadert man dem „Le Parisien“-Bericht zufolge. Spott und Häme ergössen sich für den Geschmack der Katarer allzu intensiv über dem Klub, etwa wenn denn wieder einmal gar früh das Aus in der Champions League kommt oder eine Niederlage gegen einen Underdog passiert. Darüber hinaus darf man nicht einmal das in Hülle und Fülle vorhandene katarische Geld ausgeben, um neue Stars einzukaufen - weil dem die UEFA mit ihrem Financial-Fairplay-Regulativ den Riegel vorschiebt. Aller kreativen Gegenstrategien der Pariser zum Trotz…

Freilich: Eine offizielle Stellungnahme der Katarer zu den Gerüchten gibt es nicht, vordergründig steht man weiterhin unverändert zu PSG und zur Weiterentwicklung des Klubs sowie seiner Infrastruktur. Etwa in Form des Baus eines neuen Trainingszentrums (300 Millionen Euro) oder des anvisierten Kaufs des Prinzenpark-Stadions im Westen von Paris (unter 100 Millionen Euro). Und doch: „Le Parisien“ berichtet von Kooperations-Gesprächen von QSI mit dem AS Rom oder auch zwei englischen Zweigliga-Klubs…

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