Sa, 20. April 2019
22.03.2019 06:45

Ski alpin

„Eine für die Zukunft“

Mit Lisa Grill gab es zum Auftat der Ski-Staatsmeisterschaft in Saalbach-Hinterglemm eine Überraschungssiegerin aus Salzburg in der Abfahrt. In der nach dem Kreuzbandriss von Christina Ager im Mittwoch-Training nur mehr 16 Läuferinnen teilnahmen. Interessantester Starter bei den Herren: Slalom-Vizeweltmeister Michael Matt, der schon die WM-Kombi 2021 im Visier hat.

Der Auftakt der Ski-Staatsmeisterschaft in Saalbach-Hinterglemm brachte gleich eine faustdicke Überraschung: Die 18-Jährige Lisa Grill (USC Mariapfarr-Weißpriach) gewann die Damen-Abfahrt, ließ Nina Ortlieb sowie die starken Weltcup-Läuferinnen Tippler, Venier und Siebenhofer hinter sich. „Damit hätte ich nie gerechnet. Ein richtig cooler Saisonabschluss“, meinte die Junioren-WM-Dritte, die bei der ÖM alle Disziplinen bestreitet. Und die zweifache Weltcup-Saisonsiegerin Siebenhofer, die Grill im Sommer öfter im Fitness-Studio in Mariapfarr trifft, ist sich sicher: „Das ist eine für die Zukunft.“ Das sieht auch Salzburgs Skiboss Bartl Gensbichler so: „Eine Sensation, dass die Lisa das gewinnt. Ich vergönne ihr das voll, sie hat schon so viele Schicksalsschläge bewältigt. Aber künftig muss man das Dirndl auch weiter oben fordern – im Europacup, wenn die Ergebnisse passen, auch im Weltcup.“

Bitter: Nach dem Kreuzbandriss von Christina Ager (Tirol) beim Mittwoch-Training waren nur 16 Damen (!) am Start. Ein Alarmzeichen. „Das werde ich bei der Präsidiumssitzung am 11. April in Innsbruck auch ansprechen. Wenn wir von unten nix aufbauen, werden wir oben bald nix mehr haben“, warnt Gensbichler.

Die Herren-Abfahrt war quantitativ besser besetzt, die Stars Vincent Kriechmayr und Matthias Mayer fahren aber erst heute den Super G. Bester Salzburger beim Sieg des Steirers Manuel Traninger war Christopher Neumayer (SC Radstadt) als Achter. Der somit gar nicht so weit vor Slalom-Vizeweltmeister Michael Matt lag, der auf Rang 13 landete. „An die Geschwindigkeit muss man sich erst gewöhnen. Aber es hat Spaß gemacht“, sagte der 25-Jährige nach seiner ersten Abfahrt seit 2014. „Bei den Junioren-Weltmeisterschaften habe ich die Abfahrten immer mitgenommen.“ Das Fernziel des Flirschers ist klar: Die WM-Kombination 2021 in Cortina d’Ampezzo. „Man hat gesehen, dass die Slalom-Fahrer die Kombination dominieren“, betonte Matt, der mit der allerletzten Startnummer 51 auf die Piste ging. Und dann von ÖSV-Spartentrainer Paul Schwarzacher-Joyce im rasenden Tempo verfolgt wurde. Der gab ihm im Ziel gleich ein Feedback zu seiner Fahrt. „Er hat das wirklich gut gemacht“, war auch Schwarzacher-Joyce mit Matts Abfahrtsauftritt zufrieden.

Herbert Struber
Herbert Struber

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