So, 26. Mai 2019
16.01.2019 20:41

Deutsche zittern schon

Volleyballer in attraktive EM-Gruppe gelost

Österreichs Volleyball-Nationalteam der Herren trifft bei der Europameisterschaft ab 12. September in Gruppe B mit den Spielorten Brüssel und Antwerpen auf attraktive Gegner. Neben Co-Gastgeber Belgien wurde die ÖVV-Truppe am Mittwoch im Atomium in Brüssel mit Serbien, Deutschland, der Slowakei und Spanien in einen Pool gelost. Jeweils die Top Vier der vier Sechser-Gruppen kommen ins Achtelfinale.

„Eine sehr interessante Gruppe“, analysierte ÖVV-Teamchef Michael Warm, für den Deutschen wird es u.a. gegen seine Landsleute gehen. Die Deutschen wurden zwar 2017 Vize-Europameister, im Juni 2017 gab es in Linz aber einen 3:1-Heimsieg der Österreicher. „Wir sind inzwischen stark genug, um es mit jedem aufnehmen zu können. Ab sofort werden wir analysieren, wie man sie schlagen kann“, zeigte der Coach Zuversicht. Mit ihm hat erstmals ein ÖVV-Team ein EM-Ticket aus eigener Kraft gelöst.

Die Favoriten
Der seit 2010 als rot-weiß-roter Teamchef fungierende Warm sieht die Deutschen und Serben als Favoriten auf den Gruppensieg. Serbien ist EM-Dritter, Belgien EM-Vierter 2017. „Außer gegen Serbien haben wir schon gegen jeden dieser Gruppe gewonnen. Unser Ziel in der Vorrunde muss mindestens der vierte Platz sein, damit hätten wir ein K.o.-Spiel: Unser Motto wird also sein, eine überragende Vorrunde zu spielen und dann einen ‘Lucky Punch‘ zu landen.“

Gegen die Slowakei gab es Ende Dezember in Steinbrunn in Testspielen Sieg und Niederlage. Die Spanier waren nur einen Lostopf höher gereiht, gegen sie gab es schon relativ viele Duelle. ÖVV-Sportdirektor Gottfried Rath: „Ich denke, dass sie nicht allzu weit von uns weg sind.“ Respekt hat Warm vor dem Gastgeber-Team: „Belgien hat ein vergleichsweise junges Team und zuletzt den größten Sprung nach vorne gemacht.“ Spielorte von Pool B sind das Paleis 12 in Brüssel und die Lotto Arena von Antwerpen.

„Man darf sich etwas erwarten“
Angetan von der Gruppe war auch ÖVV-Präsident Gernot Leitner: „Man darf sich etwas erwarten. Einige sind auf Augenhöhe, einige stärker einzuschätzen. Hoffen wir auf eine gute Vorbereitung, dass unsere Truppe verletzungsfrei bleibt. Wenn die Entwicklungskurve weiter so nach oben geht, können wir uns ein Weiterkommen aus der Vorrunde als Ziel setzen. Es wird einfach eine tolle Erfahrung, gegen diese Mannschaften spielen zu dürfen.“

Die übrigen Gruppen werden in Montpellier (A), Ljubljana (C) sowie Amsterdam und Rotterdam (D) ausgetragen. Für die Aufsteiger aus Gruppe B wird es im Achtelfinale gegen die Aufsteiger aus Pool D gehen. Dort spielen die Niederlande, Weltmeister Polen, Tschechien, Estland, die Ukraine und Montenegro. Auch Rath hat für den Titelkampf den Aufstieg und einen Sieg in der K.o-Phase als großes Vorhaben: „Ziel muss sein, dass wir in die Top Acht kommen, um uns gleich wieder für die ‘EM 2021 zu qualifizieren.“

Deutsche mit Respekt
Deutschlands Volleyball-Teamchef Andrea Giani hat in einer ersten Reaktion auf die Auslosung Respekt u.a. vor den Österreichern gezeigt. Er war schon bei der 1:3-Niederlage der Deutschen vor gut eineinhalb Jahren in Linz deutscher Chefcoach. „Die Slowakei, Spanien und Österreich sind sehr unangenehme Gegner“, sagte Giani. „Serbien und Belgien gehören zu den besten Teams der Welt.“  Als Vize-Europameister seien die Erwartungen für diese erste von 24 Teams bestrittenen EM bei den Deutschen groß. „Wir werden mit viel Selbstbewusstsein, aber auch Demut anreisen, weil die EM im Hinblick auf das Ranking der europäischen Olympia-Qualifikation unglaublich wichtig ist.“

EM-Zeitplan:
Gruppenphase (12. bis 19. September)
Achtelfinale (21./22. September; Nantes, Antwerpen, Apeldoorn, Ljubljana)
Viertelfinale (23./24. September; Nantes, Antwerpen, Apeldoorn, Ljubljana)
Semifinale (26./27. September: Paris, Ljubljana)
Spiel um Rang drei (28. September; Paris)
Finale (29. September; Paris)

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