So, 20. Jänner 2019

Drama bei CES

10.01.2019 11:58

Autonomer Tesla fährt verirrten Roboter „tot“

Dramatische Szenen haben sich offenbar im Vorfeld der Technik-Messe CES in Las Vegas abgespielt: Ein autonom fahrender Tesla Model S soll dort in einen Serviceroboter geknallt sein, der sich auf eine Straße verirrt hatte. Für den „Promobot“ kam jede Hilfe zu spät.

Einer offiziellen Mitteilung des Herstellers zufolge hatten Mitarbeiter mehrere Roboter in die Kongresshalle transportiert, um ihren Messestand vorzubereiten. Alle Promobots hätten sich in einer Linie bewegt, einer von ihnen habe jedoch seinen Weg verfehlt und sei auf die Fahrbahn des Parkplatzes geraten. In diesem Moment sei er von einem selbstfahrenden Tesla Model S angefahren worden.

Totalschaden
Der Roboter fiel zur Seite und erlitt laut Promobot schwere Schäden an den mechanischen Armen und dem Kopf. Er sei nicht mehr in der Lage, an der Ausstellung teilzunehmen und es gebe wahrscheinlich keine Möglichkeit, ihn wiederherzustellen, hieß es. Der Tesla fuhr indes noch gut 50 Meter weiter, ehe er anhielt. Sein menschlicher Passagier, der während der Fahrt im Auto war, hatte laut eigenen Angaben den Selbstfahr-Modus ausprobieren wollen.

„Es war niemand da, keine Männer, keine Autos. Ich schaltete den Tesla in den Selbstfahr-Modus und er begann sich zu bewegen. Und wow! Ein Roboter auf der Strecke! Ich dachte, die Karre würde vorbeikommen, aber sie knallte direkt gegen ihn! Es tut mir so leid, der Roboter sieht süß aus. Ich entschuldige mich aufrichtig bei den Ingenieuren“, wird der Tesla-Beifahrer, George Caldera, zitiert.

Cleverer PR-Schachzug?
Beim Hersteller zeigte man sich nach dem Vorfall geknickt: „Natürlich sind wir verärgert. Wir haben diesen Roboter aus Philadelphia hierhergebracht, um an der CES teilzunehmen. Wir werden eine interne Untersuchung durchführen und herausfinden, warum der Roboter zur Fahrbahn ging“, so Entwicklungsleiter Oleg Kivokurtsev.

Berichte, denen zufolge es sich bei der ganzen Sache um einen cleveren PR-Schachzug handeln könnte, weist Kivokurtsev gegenüber t-online.de zurück. „Tesla steht als Firma oft im Zentrum der Aufmerksamkeit. Viele Menschen wollen die Marke schlechtmachen und suchen gezielt nach Fehlern.“ Es sei jedoch nicht die Absicht des Promobot-Teams gewesen, Tesla anzugreifen. „Wir waren uns mit dem Tesla-Fahrer einig, die Sache so schnell wie möglich zu vergessen", so Kivokurtsev gegenüber dem Online-Portal.

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