Di, 22. Jänner 2019

Kombi in Ramsau

23.12.2018 14:22

Rehrl und Seidl in Top Ten, aber Stecher sauer

Einen Tag vor Weihnachten haben sich die ÖSV-Kombinierer in Ramsau nicht mit einem weiteren Weltcup-Podestplatz beschenken können. Mario Seidl belegte am Sonntag unmittelbar vor Franz-Josef Rehrl Rang acht. Den Sieg trug der Norweger Jörgen Graabak davon. Der bisherige Saisondominator Jarl Magnus Riiber verzichtete nach verpatztem Sprung (43.) auf den Langlauf.

Aufgrund geringer Abstände nach dem Springen schob sich das Feld in der von nächtlichem Regen und deutlichen Plusgraden aufgeweichten Loipe schnell zusammen. Der Zwischenführende Szczepan Kupszak (POL) wurde von den Verfolgern um Rehrl (3. im Springen), Seidl (5.) und den davor aufgeschlossenen Deutschen Johannes Rydzek und Fabian Rießle schnell eingeholt. Danach verrichtete Rehrl in der neunköpfigen Spitzengruppe viel Führungsarbeit, im letzten Anstieg wurde er und auch Seidl nach einer Attacke der Deutschen aber noch deutlich angehängt. Im Dreiersprint um den Sieg setzte sich schließlich Graabak vor Rydzek (+0,3 Sek.) und Rießle (1,0) durch.

„Bin zum Schluss explodiert“
Das ÖSV-Topduo trudelte erst am Ende der gesprengten Topgruppe ein. „Ich bin zum Schluss explodiert. Ich habe probiert, das ganze Rennen aktiv zu bleiben, zu zeigen, dass ich auch Langlaufen kann. Ich habe Akzente setzen können, aber als richtig die Post abgegangen ist, habe ich mir leider schwergetan. Da habe ich noch meine Schwächen, daran muss ich arbeiten“, sagte Rehrl. Aufgrund des Podestplatzes am Vortag war der starke Springer mit dem Heimauftritten aber sehr zufrieden. „Natürlich, das ist Jammern auf hohem Niveau“, so der Lokalmatador, der sich am Heiligen Abend einen Skitag gönnen wird und am 25. gleich wieder ins Training einsteigen will.

Stecher sauer
Sein Sportlicher Leiter Mario Stecher fand aufgrund des taktischen Verhaltens kritische Worte. „Wenn man den Rennverlauf anschaut, gibt es schon noch einiges zu verbessern. Wenn man sich so stark fühlt und an der Spitze läuft, muss man das auch durchziehen können, sonst muss man sich taktischerweise weiter hinten halten und Kraft sparen. Das war heute ein bisschen problematisch. Daraus muss man lernen“, sagte der ehemalige Ramsau-Sieger.

Die Renneinteilung sei zwar mutig, aber nicht besonders zielführend gewesen, ergänzte Stecher. Dank des Samstag-Ergebnisses mit Rang zwei von Rehrl und weiteren Top-Ten-Plätzen bewertete Stecher das Ramsau-Doppel aber positiv. „Das war ein lässiges Wochenende. Wir haben super Leistungen geboten. Heute war es nicht das, was wir uns erwartet haben, aber es ist ok.“

Falsche Entscheidung
Auch Christoph Eugen kritisierte, dass Rehrl durch die Führungsarbeit die Deutschen und Graabak gezogen haben. Diese gehören bekannterweise zu den besten Läufern im Feld. „Ich finde es klasse von FJ, dass er engagiert ist und sich traut, aber trotzdem ist es renntaktisch sicher die falsche Entscheidung gewesen“, meinte Eugen. Summa summarum sei er aber „schon sehr zufrieden“.

Topspringer Riiber hatte auf der Schanze nach einer Pause wegen Präparierungsarbeiten an der Anlaufspur unmittelbar vor ihm gepatzt. Der Norweger führt nach vier Siegen in sechs Bewerben im Gesamtweltcup aber trotzdem noch überlegen. Seidl ist 230 Punkte hinter Riiber unmittelbar vor Rehrl nun Vierter. „Wir wollen die gute Basis, die wir uns erarbeitet haben, weiterführen. Gelingt uns das, ist im Jänner, Februar und März vieles möglich“, betonte Seidl. Die nächsten Bewerbe gehen am 5. und 6. Jänner im estnischen Otepää ins Szene.

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