17.12.2018 06:01 |

Vor Weihnachtspause

KH-Nord-Skandal: Kommt der Energetiker dieses Mal?

Die U-Kommission zum Krankenhaus Nord - mittlerweile offiziell keine Baustelle mehr - ist mit ihren Sitzungen alle zwei Wochen bislang nicht gerade durch ein Affentempo aufgefallen. Dabei wäre diese aktuelle Phase der Aufarbeitung die spannendste. Aber: Nach einem letzten Promi-Aufmarsch am Dienstag ist erst einmal eine einmonatige Pause angesagt.

Schon im Sommer musste sich die U-Kommission, die an der politischen Obduktion des Krankenhaus-Nord-Skandals abreitet, den Vorwurf des „Schnarchnasen-Modus“ gefallen lassen. Sogar Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) ging es zu langsam. In den nächsten Wochen ist die Aufarbeitung gleich länger ruhend gestellt. Das Christkind und der Jahreswechsel stoppen die Kommission - einen ganzen Monat heißt es statt Unterlagen, Rechnungshofbericht und Finanzen: Vanillekipferl, Geschenkeauspacken und Bleigießen.

Dabei wird die kommende Sitzung am Dienstag eine der spannendsten überhaupt. Geladen sind:

  • Christoph Fasching: Er ist jener Energetiker, der für 95.000 Euro einen Energiering um das KH Nord gelegt hat. Er war für die letzte Sitzung zu krank. Mal sehen, ob er es dieses Mal einrichten konnte. Zu klären ist: Wie kam der Hokuspokus-Auftrag wirklich zustande?
  • Sandra Frauenberger: Die ehemalige Gesundheitsstadträtin hat die Chaos-Baustelle von ihrer Vorgängerin Sonja Wehsely übernommen und dann auch nicht gerade durch Kompetenz geglänzt. Sie trat kurz nach dem Bewusstseinsforscher-Skandal und knapp vor ihrer Ablöse zurück.
  • Michael Ludwig: Der Wiener Bürgermeister und ehemalige Wohnbaustadtrat soll Einblicke in diverse Sitzungen der Stadtregierung geben. Auch der Grundstückserwerb wird ein Thema sein.

Im März ist dann übrigens auch der ehemalige Bürgermeister Michael Häupl geladen. Die zu klärende Frage: Wieso hat er das KH-Nord-Deaster nicht früher gestoppt?

Michael Pommer, Kronen Zeitung

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