Di, 11. Dezember 2018

Aber Pleite ungeklärt

04.12.2018 16:49

KH Nord offiziell keine Baustelle mehr

Die gute Nachricht zuerst: Nach mehr als sechs Jahren Bauzeit ist das Krankenhaus Nord offiziell fertig. Die Aufklärung der Kostenexplosion beim Spitalsbau bleibt hingegen weiter mühsam. In der U-Kommission ging es diesmal um den 95.000 Euro teuren „Energetiker-Schutzring“ - neue Erkenntnisse gab es dabei nicht.

Seit Dienstag ist das Krankenhaus Nord offiziell keine Baustelle mehr. Die Fertigstellungsanzeige wurde bei der Baupolizei eingereicht. Die nächsten Schritte: Im Juni sollen die ersten Patienten aufgenommen werden. Am Gelände des Krankenhauses wurde offiziell der Schlüssel an Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) übergeben.

Erste Mitarbeiter aus der Verwaltungsabteilung sollen noch im Dezember einziehen, hieß es. Betriebssimulationen sind ab April 2019 geplant, im Juni sollen dann die erste Patienten aufgenommen werden und ab September 2019 geht das Spital endlich in Vollbetrieb. Zuvor soll die Bevölkerung bei einem Tag der offenen Tür im April noch die Gelegenheit haben, das neue Haus zu besichtigen. „Wir liegen im Zeit- und auch im Kostenplan“, so Hacker.

Energetiker plötzlich erkrankt
Weniger Grund zum Feiern gab es bei der U-Kommission im Rathaus: Energetiker Christoph Fasching, der einen 95.000 Euro teuren „Schutzring“ um das Spital legen wollte, erschien nicht - er sei zu krank.

Ärztliche Leiterin sehr schweigsam
Erteilt haben soll den skurrilen Hokuspokus-Auftrag die ehemalige ärztliche Leiterin des Krankenhauses Nord, Sylvia Schwarz. Nach Bekanntwerden des Skandals wurde sie beim Krankenanstaltenverbund (KAV) vom Dienst freigestellt. Schwarz erschien zwar vor der Kommission, entschlug sich aber bei den spannenden „Schutzring“-Fragen der Aussage. Grund: Gegen sie ist ein Strafverfahren bei der Korruptionsstaatsanwaltschaft anhängig. Somit bleibt in der Causa weiter vieles im Dunkeln.

Ex-KAV-Chef heuerte als Berater an
Interessante Details förderte die Einvernahme von Porr-Chef Karl-Heinz Strauss zutage. Wilhelm Marhold war nach seinem Ausscheiden als KAV-Chef als Berater für den Baukonzern tätig. „Wir sehen diese Freunderlwirtschaft bei diesem Skandalprojekt leider häufig“, kritisierte Gemeinderat Christoph Wiederkehr (NEOS).

Philipp Wagner, Kronen Zeitung

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